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Asturien

Zum Parador de La Palma geht es hier...

La Palma und sein Parador



Die Erste links


Eine Luftaufnahme des Parador La Palma

“Das Land, zu dem man kommt,
und das man, kaum dort,
nie wieder verlassen möchte.”
VOLKSTÜMLICHES SPRICHWORT


Diese dichte, helle Insel diente als Zufluchtsort für Klima- und Ideologieflüchtlinge: Sie wurde von vielen begeisterten Menschen bewohnt; aber an ihren Küsten ankerten auch die Bösen: einige unerschrockene und skrupellose Abenteurer. Sie waren auf der Suche nach vermuteten Schätzen; oder nach Sklavinnen und Sklaven, um sie jenseits des Atlantiks zu verkaufen.


Oder vielleicht sogar auf der Suche nach Fanggründen, wo sich die Versorgungsschiffe befanden, mit Wasser, Hölzern, Netzen und anderen Notwendigkeiten, die für die Überquerung der atlantischen Abgründe notwendig waren.


Sie sind sonderbar, diese Inselbewohner; friedfertig und pazifistisch, geduldig; gelegentlich aber - und diese Gelegenheit bot sich sehr oft - sind sie gewaltsam intolerant. Sie sind ebenso gebildet wie auf bescheidene Art stolz. Sie wissen, ihre Insel ist ein Schatz und wollen und können diesen respektieren und erhalten.


Deshalb und aus vielen weiteren Gründen mehr ist “La Palma” unter all diesen Inseln die erste auf der linken Seite. Zweifellos hat der Besucher zahlreiche Gelegenheiten, dies festzustellen: Der Fremde braucht nur an der Rezeption dieses Paradors zu fragen. Die Kanarenbewohner sagen es, und es scheint, dass es auch so ist: ”Von den Kanarischen Inseln zu sprechen, das ist eine unverzeihliche Einfältigkeit; eine Dummheit, wie sie bei den Westgoten und anderen blutarmen, von Melancholie ergriffenen Touristen anzutreffen ist...”. Es muss gesagt werden, dass es sich bei den Inseln, oder besser gesagt, dem Archipel, um eine Ansammlung verschiedenartiger Formen handelt; man kann schließlich auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Der Besucher wird zweifellos zahlreiche Gelegenheiten gehabt haben, dies zu bemerken, obwohl vielleicht nicht ohne gewisse Konzentrationsübungen. Einst kamen nur gelegentlich Durchreisende mit Transistorradio im Gepäck vorbei. Heute sind die Dinge etwas klarer geregelt.


Wie dem auch sei, und da das Wetter gelegentlich bedeckt zu sein droht, haben wir natürlich einen ganz willkürlichen Ausflug auf das Archipel gewählt auf der Suche nach der ersten Insel links: La Palma. Schweigsam, süßlich und lavabedeckt; ihre Menschen hatten mehr als genügend Gründe und Lust, um sich nicht rechts oder in der Mitte niederzulassen: Sie lebten seit Beginn aller Zeiten in Gütergemeinschaft.


Die Frauen benötigten niemals Emanzipation oder beschämende Quoten; schon immer nahmen sie, wie die Männer, an Kriegen und Turnieren teil und erfüllten stets unterschiedslos ihre Pflichten. La Palma wollte der demokratische Gemeinderat Spaniens sein. Und seine Kinder hatten und haben noch immer eine spezielle Neigung zur Presse, zur Illustration und zu neuen Dingen, die man in sich aufnehmen kann und die sich schlimmstenfalls immer als revolutionär und widerspruchsreif erweisen. Hoffentlich nur vielleicht. Diese und weitere Unterschiede unter den Inselbewohnern bezeichnen einige gelehrte Doktoren als das Fehlen kultureller Einheit auf dem Archipel.


Und auch wenn es nicht ganz so sein sollte, kann niemand abstreiten, dass die geneigten Palmeros, wenn sie sich öffnen wollen, dies auf ganz natürliche Weise zu tun pflegen. Ihr Palma ist eher ein Paradies als ein Garten, geschaffen von einem Gott, der heute die Form eines friedlichen Vulkans angenommen hat. Man weiß weder so genau, wie die Dinge am Urbeginn aussahen, noch wann dieser stattfand. Es muss aber mehr oder weniger mit dem großen Mythos der Entstehung dieses Archipels zu tun haben. Oder war Atlantis doch nur ein Traum? Sicher ist, dass man diese Legende nie hat widerlegen können. Und es fehlt nicht an ernst zu nehmenden Studien mit gleichem Unsicherheitsfaktor wie die Theorie der Wanderung der Kontinente von Wegener und andere intelligente Spinnereien der Gelehrten und Erklärer.


Der Parador La Palma Tatsache ist, dass “Atlantis” eine immense Region hat sein können, gelegen inmitten ihres atlantischen Ozeans. “Es waren sehr fruchtbare Länder; sie wurden von einem edlen und starken Geschlecht von Riesen bewohnt, den Atlanten, regiert von einem noch gigantischeren König namens Atlas. Dieser König aber verfiel der Sünde des Größenwahns und wollte Europa besetzen. Ein vergebliches Vorhaben, denn sie wurden von sämtlichen Göttern des Olymp geschlagen: Der gerechte Zorn des Zeus verurteilte den gesamten sechsten Kontinent zum Verschwinden, und dem Atlas legte er die schwere Qual auf, für alle Zeiten, sich mit Herkules abwechselnd, der damals so zum Erhalter der Meerenge wurde, die Säulen zu halten...”


Im letzten Moment konnte Atlas noch sehen, wie sein allerletzter Wunsch in Erfüllung ging: nämlich dass “sein Name den großen afrikanischen Bergen gegeben würde, die sich hier wie ein unumstößlicher Tatsachenbeweis befinden”. Und da ist auch der Atlantik, für alle Fälle. Eine unmögliche Strafe würde es sein, lägen die Dinge anders. All dies befindet sich nicht im unüberwindbaren Widerspruch mit der mehr als wahrscheinlichen Möglichkeit, dass die ersten bekannten Siedler auf den "glücklichen Inseln", den Islas Afortunadas, bereits tausend oder zweitausend Jahre vor unserer Zeitrechnung dort waren, obwohl sich in La Palma zahlreiche archäologische Fundstätten mit Höhlenmalereien befinden, die einen noch viel früheren Beginn belegen.


Man vermutet, dass Afrika der Guanche-Rasse, also den kanarischen Ureinwohnern, das erste Blut spendete. Und dass es die punischen Plünderer waren, welche hier die ersten Teilpachten für landwirtschaftliche Ressourcen einrichteten; abgelegen, notwendig und sicher für ihre Raubzüge.


Man weiß zweifelsfrei, dass diese ersten Stämme sehr schlechte Seeleute waren, eine Tatsache, die sehr gut die notorischen Unterschiede und Eigentümlichkeiten zwischen den einzelnen Inseln erklären kann. Im Sport, in der Politik, in der gesellschaftlichen Organisation... mit unterschiedlichen Strukturen der Familie, Wirtschaft, Wohnung... Der Besucher weiß, erinnert sich oder stellt sich vor, dass diese Völker, die heute zusammen leben, mehrheitlich als Hirten und Sammler der vielen Dinge, welche die Natur hergab, lebten; es waren keine großen Fischer, wohl aber gute Meeresfrüchtesammler und hervorragende Taucher. Sie lebten in Familien in Naturhöhlen; oder in anderen, die sie eigenhändig ausgegraben hatten. Sie waren zutiefst egalitär: Beute und Ernte wurden sorgsam aufgeteilt, und das ging so weit, dass eine Schwangere die doppelte Ration erhielt.


Die Insel La Palma ist mit vielen Pflanzen bewachsen Die Palmeros hatten ihre eigenen Vorstellungen vom Eigentum: Einen Nachbarn auszurauben, das brachte Ehre und Auszeichnung. Die Justiz fand in Form persönlicher Rache statt. Und der Vollstrecker genoss ein Anrecht auf Asyl und volle Immunität beim Nachbarstamm. Sämtliche Chronisten stimmen darin überein, dass die Insel über Jahrhunderte hinweg eine großzügige und angenehme Oase war, wo die Sorge ums Überleben müßig und unnütz war. Und so... So ging es viele Jahre lang gut, bis europäische Seefahrer eintrafen, sehr kultivierte und zivilisierte Menschen; mit anderen Worten, ehrgeizig...


Die einseitigen Beziehungen zum Kontinent wurden mit der Wiederentdeckung eines Seefahrers aus Genua wieder aufgenommen, der einem kühnen Normannen die Augen öffnete und seinen Ehrgeiz erweckte: Jean de Bethencourt gelangte nach Lanzarote und eröffnete die Eroberung, kaum war das 15. Jahrhundert angebrochen. Aus dem Normannen wurde sehr bald ein Lehnsträger Heinrichs III. von Kastilien. Schließlich kauften die Katholischen und einigenden Könige den Abenteurern die Rechte auf Eroberungen ab, und 1481 wurde ein Vertrag unterzeichnet, nach dem die Inseln von nun an zur kastilischen Krone gehörten.


La Palma allerdings, eine noch unreife Frucht, wurde in diese Ereignisse erst 1492 hineingezogen, wenige Tage vor der glorreichen Entdeckung Amerikas. Und dies nicht ohne Schwierigkeiten, denn das letzte Bollwerk der Insel, die Caldera del Taburiente - dieser herrliche und überwältigende Vulkankrater und seine Umgebung, die zu einem ruhigen und müßigen Spaziergang auffordern - wurde von dem äußerst tapferen und legendären Heerführer Tanausú verteidigt.


Diesem Guanche-Krieger konnte nur mit Hilfe unpassender und dem kastilischen Geist widersprechender Kunstgriffe beigekommen werden. Gedemütigt und beleidigt, verurteilte er sich selbst zum Hungertod in einer dieser Gegenden.


Parador von La Palma: Die Einsamkeit des Meeres


“Diese Einsamkeit des Meeres,
die uns von allen Seiten umgibt,
ist ein starkes Beruhigungsmittel,
beinahe ein Narkotikum...”
is a powerful sedative,
almost a narcotic.”
Miguel de Unamuno


^Damals begannen andere und gefürchtete Invasoren, die Insel zu besetzen: Kastilier, Mallorquiner, Italiener, Portugiesen... Alle wurden angezogen von der überraschenden Fruchtbarkeit dieser Länder. Dem Archipel wurde eine Wirtschaftsform auferlegt, die auf dem Tausch der auf den europäischen Märkten gefragtesten Produkte basierte: Zucker, Gewürze und Färbeprodukte, darunter die “Schildlaus”.


Im 14. Jahrhundert befand sich auf La Palma eine erfindungsreiche Zuckerindustrie in den Tälern von Aridane, die zu besuchen der Reisende Gelegenheit hat. Die Zuckerlieferungen zum Kontinent waren sehr reichlich und appetitanregend für die Verkäufer. Nicht weniger süß war der Wein, damals wie heute als “Malvasía” bekannt, der sich ein Lob von Shakespeare höchstpersönlich verdiente, als er auf dessen Gaumen zerfloss. Der Besucher schwöre, er werde vor einer ähnlichen Provokation nicht klein beigeben.


Die Inneneinrichtung des Parador La Palma Die Insel strotzte vor Wohlstand, sodass der intensive Handel der Kontinente zu beiden Seiten es notwendig machte, Werften zu bauen. Aber sie war auch rücksichtsloseren Abenteurern einen Besuch wert. Wie im Falle des französischen Piraten Le Clerc, dem unsterblichen “Holzbein”, der eine minutiöse Plünderung und Zerstörung der Monumente und Archive von Santa Cruz vornahm...


Bereits im 18. Jahrhundert genoss der Hafen von la Palma einen angesehenen Ruf unter seinen Artgenossen, nur übertroffen von Antwerpen und Sevilla. Hier wurde der erste Übersee-Gerichtshof gegründet. Bereits vor Anbruch des 19. Jahrhunderts funktionierte hier die erste Druckerpresse, und bald darauf erblickte die erste Zeitung Palmas das Licht der Welt. Heute gehört die Insel zu den bereits selten gewordenen zauberhaften Orten. Wo die Reise, der Besuch oder die einfache Kontemplation andere Zeiten heraufbeschwören, als der Tourismus vielleicht noch eine edle Handlung im Rhythmus des "Sich-treiben- Lassens" sein konnte ohne Voranmeldung oder die Sammelwut von Andenken, die eher zum Vorzeigen gesucht als ganz nebenbei zur eigenen Erbauung gefunden werden. Für den Fremden, Seefahrer vielleicht.


Die Geschichte des Parador von la Palma begann in einer zentralen Straße in La Palma, der Hauptstadt der Insel; konkret an der Avenida de la Marina, umgeben von Häusern mit den Teakholzbalkonen und Jalousien der 80er Jahre. Das Schönste an ihm war sein Stein- und Kaktusgarten und seine Balkone mit Blick aufs Meer.


Mit den veränderten Zeiten und den neuen Ansprüchen, Forderungen und Geschmäckern der Besucher eröffnet das Netzwerk der Paradores ein neues Haus. Das Gebäude passt sich dem Kanon der traditionellen kanarischen Architektur an. Das Hauptaugenmerk kommt dem Garten zu, wie es ja auch nicht anders hätte sein können; mit Beispielen der verbreitetsten Pflanzen auf der Insel. Auf die Gäste wirkt er sehr einladend. Eine weitere große Errungenschaft ist seine exzellente Küche, die sich ganz besonders auf die traditionellen Gerichte der Insel stützt.


Die Aussichten vom Parador sind hervorragend: auf das Meer und die Inseln La Gomera und Teneriffa. Im Inneren wurde ein Ambiente geschaffen, das von Möbeln im kanarischen Stil geprägt wird. Der Parador rühmt sich seiner Küche mit traditionellen Gerichten aus La Palma. Kenner sagen, es reiche nicht aus, davon zu erzählen; man muss sie probieren...


Der Parador befindet sich in der Nähe des Flughafens in einem Fremdenverkehrszentrum: “Los Cangajos”, in der Nähe von San Antonio und etwa acht Kilometer von Santa Cruz entfernt. Er ist zweifellos der luxuriöseste Komplex von “La Palma”.


Santa Cruz liegt ganz in der Nähe des Paradors, der Ort mit Hauptstadtstatus, ist aber nicht größer als eine Kreisstadt auf der Halbinsel. Das Rathaus, , das heute noch seine Fassade im plateresken Stil bewahrt, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren besitzt es Kassettendecken, die von den Guanches hergestellt wurden. Ein Handwerk, bei dem sie wahre Künstler waren.


Die Kirche Iglesia de El Salvador ist aus der Renaissance des 16. Jahrhunderts; sie bewahrt eine Kassettendecke im Mudejarstil und einen barocken Chor. Besucht werden können die Kirchen und Klöster von Santo Domingo und San Francisco... Auf dem höchsten Punkt wacht die Kirche Iglesia de las Nieves, ebenfalls aus der Renaissancezeit, dem 16. Jahrhundert. Hier befindet sich ein Hochaltar aus mexikanischem Silber aus dem 17. Jahrhundert. Zur Karnevalszeit im Februar verändern sich die Menschen von Santa Cruz de la Palma, die normalerweise recht introvertiert sind, vollständig, wenn die Musik und die Kostüme und Masken die Straßen mit Freude erfüllen. Die Bewohner verlassen ihre Routine und werden zu erstaunlichen Schauspielern.


Was den Tanz betrifft, so gibt es auf der Insel ein echt palmerisches Musikstück: Das ist der Sirinoque. Es handelt sich um einen sehr alten Tanz prähispanischen Ursprungs, ähnlich dem ursprünglichen kanarischen Tanz, der im 16. oder 17. Jahrhundert an den europäischen Höfen getanzt wurde.


Die Küche des Paradors


Natürlich ist La Palma kein Gourmet-Paradies. Wenn man sie ein wenig näher betrachtet, ist seine Küche dennoch nicht zu verachten. Der Besucher trifft ohne Schwierigkeiten auf mehr als eine angenehme Guanche-Kreation abseits der Pfade der Reiseführer, die für Touristen ohne Orientierungssinn sind.


Das Restaurant des Parador La Palma Fisch gibt es hier reichlich, und ist hervorragend: Zackenbarsch, Sägebarsch, Goldbrasse, Seeaal, Bonito, Krake und einige Molluskenarten. Und vor allem, wenn man sich für Fisch entscheidet: La Vieja, das beliebteste einheimische Gericht. Sie werden nicht enttäuscht sein...


Gemüsesuppe auf Grundlage von Kresse, Kohl und Zucchini. Schmortöpfe und "Puchero", der besondere Eintopf à la canaria.


Fleisch, da begnügt man sich mit dem, was da ist: Schwein, Kaninchen und Zicklein vor allem. Häufig gepökelt oder in Salmorejo. Stets mit Kartoffeln. Gelegentlich an abgelegenen Orten. Überraschende und exzellente Gerichte. Wie Ziege in Soße, die Hauptgericht sein kann oder auch ein Häppchen zum Wein. Die Einheimischen bevorzugen einige der nicht wenigen Grillstuben.


Zu allem und jederzeit der”gofio”: Mehl aus geröstetem Weizen oder Mais. Und alles in unverzichtbarer Kombination mit den "mojos", Soßen. Der palmerische Mojo, ein Gemisch aus getrocknetem Paprika, Knoblauch, Öl und Kümmel.


Der grüne “Mojo verde” wird hier mit Pfeffer gefärbt.


Kartoffelgerichte wie “el Escachón”, mit Käse, Fett, Mojo verde und einiges mehr; oder die Borrallera, bei der die Knolle im Sand, nach Möglichkeit vom Vulkan, gegart wird.


Die Nachspeisen sind bei den weisesten Leckermäulern sehr geschätzt: Mandelsauce, Marquesotes, Mandel-Nuss-Honigkuchen, Mandelkäse... Nicht zu vergessen der eine oder andere leicht verdauliche Ziegenkäse, oder ein Wein, wie er für Helden und Götter gemacht scheint. Man weiß dann nicht so genau, ob es sich um “Malvasía” handelt oder um den Unsterblichkeitsnektar vom Olymp oder aus Atlantis.


DIE GEHEIMEN REZEPTE


AUFGEBRÜHTER GOFIO


Der aufgebrühte “gofio” ist der traditionelle Eintopf auf vielen dieser Inseln. Darin sind Gofio und Kartoffeln, Kürbisse und Süßkartoffeln und Pökelfleisch Das Resultat ist eigenartig und schmackhaft.


MARQUESOTES


Eier, Zucker, Mehl, Hefe, Zimtpulver, und die geriebene Schale einer grünen Limette. Den Gästen, die gerne Andenken oder Geschenke in den Orten, die sie besucht haben, kaufen, empfehlen wir Stickereien, Schwarzkeramik und Zigarren.


Kunsthandwerk, Launen oder Spezialeinkäufe


Es gibt verschiedene Sticktechniken: Richelieu, Fischgrät, Relief und verlorene Maschen... Damit entstehen wahre Wunder.


Die Töpfer modellieren Stücke, bei denen sie die Vorlagen der Ureinwohner nachahmen. Sie benutzen einen schwarzfarbigen Ton aus Tijarafe oder Puntagorda, der mit schwarzem Sand verknetet wird. Sie benutzen keine Drehscheibe. Nachdem die Teile mehrere Tage getrocknet wurden, werden sie bemalt und im Ofen gebrannt.


Die Zigarren aus La Palma sind, wie jeder weiß, herrlich. Kenner sagen, das liege am Mikroklima der Insel: Es wird ein exzellenter Tabak angebaut, und es gibt noch Werkstätten, in denen die Zigarren in Handarbeit hergestellt werden.


Man sagt, als Winston Churchill auf La Palma war, habe er es nicht versäumt, sich eine Handvoll dieser exzellenten Zigarren von der Insel mitzunehmen.


Ohne Eile reisen, sehen und genießen


"La Palma” ist luxuriös mit Landschaften ausgestattet, häufig überladen. Grün, aber intensiv und erregend. Mit vielfarbigen Böden: sepiafarben bis schwarz, dazwischen liegt die gesamte Palette der Rot- und Brauntöne...


Der Besucher erfreut sich, besucht er die Magie dieses “winzigen” Kontinents: die Motive der Entstehung des malerischen “Informalismus” von Manolo Millares, Palmero und verliebt in seine Insel La Palma und deren prähispanische kanarische Motive. Seine beeindruckende Reihe “Sackleinen und Homunkel” wird in Museen ausgestellt, weit entfernt von seinem geliebten Zimmer.


Man wird beinahe augenblicklich feststellen, dass diese Insel alles hat: Strände und Kunst, Gipfel und Erdspalten, Handwerkskunst und Kochkunst. Und liebenswerte Menschen und Häuser und Dinge, die der Reisende noch eher bemüht sein sollte zu suchen –zu entdecken- als zu finden. Aus irgendwelchen Gründen sagen die Weisen, die Insel La Palma war die Lieblingsinsel der Guanches.


Die Insel setzt sich aus zwei gut differenzierten Regionen zusammen. Im Norden, von El Paso bis Garafía, befindet sich eine von tiefen Schluchten durchzogene Gegend, wo das Schwindelgefühl am Grün der Wälder Halt sucht.


In der Altstadt von La Palma Im Süden, bis Fuencaliente, liegen die jüngeren Landesteile, mit gezähmter Dürre. Es gibt Vulkane mit Legenden und mit Geschichte. Wie der von Tacante, dessen lautester und bedrohlichster Ausbruch der von 1490 war, zweifellos ein grober Protest gegen die Ankunft der Goten. Wie der von Tajuya, von Charco, von Teneguía...Alle bedrohlich; alle herrlich. Der Reisende empfindet stets, dass diese Böden eher geeignet sind für Blumen als für merkwürdiges Getier. Der Liebhaber weiß das bereits. Hier finden sich bis zu siebzig eigenständige und exklusive Pflanzensorten. Wie zum Beispiel “der Drachenbaum”, der ein so langes Leben führen kann, sodass mehr als einer von denen, die man heute antrifft, bereits die Ankunft der ersten Karavellen miterlebt hat. Wie die Wälder des kanarischen Lorbeers, ein weltweit einzigartiges Spektakel.


Viele Szenarien verdienen besondere Schutzregelungen: La Caldera de Taburiente, der Canal und Los Tilos, Cumbre Vieja und Teneguía, die Playa de Nogales, der Barranco del río...und viele mehr. Ausflüge. Niemand, der die Insel La Palma besucht, dürfte wieder gehen, ohne die CALDERA DE TABURIENTE gesehen zu haben. Ein Besuch hier ist die beste Form, die titanischen Schwierigkeiten zu erahnen, auf welche die Männer des Pioniers Alonso Fernández de Lugo stießen, als sie sich in diesem Knäuel von Pfaden, Wäldern und Bächen zurechtfinden mussten...


Es gibt wenige Orte auf der Welt, die sich mit der Caldera de Taburiente vergleichen lassen, mit ihren zahlreichen Bächen und Sturzbächen, welche diesen Kreis von Bergen mit einem Durchmesser von etwa acht Kilometern ernähren und erodieren.


Wenn man auf ihren Pfaden wandelt, verliert man das Bewusstsein für das Jahrhundert, in dem wir leben. Es ist ein Zusammentreffen mit einer irrealen Welt, mit geologischen Formationen, die uns von längst vergangenen Zeiten berichten, unterbrochen von jungfräulichen Gewässern, die umgeben sind von Resten vulkanischer Eruptionen.


Die Caldera de Taburiente ist heute Nationalpark: Dieser umfasst ebenfalls das Kopfstück der Schlucht Barranco de las Angustias, die Südseite des Bejenado und einen Teil der Schlucht von Riachuelo. Die Empfehlungen an diejenigen, die hierher kommen und die Pfade bewandern, sind fundamental: Schützen Sie sich vor der Sonneneinstrahlung; tragen Sie angemessenes Schuhwerk und ebensolche Kleidung (Sport- oder Bergkleidung). Empfehlenswert wäre es, einen Führer zu nehmen; so bekommt man nicht nur eingehendere Informationen über das, was man im Park antrifft, sondern man kann auch schnell alle möglicherweise eintretenden Komplikationen lösen.


Die Übersichtskarte von La Palma LOS LLANOS DE ARIDANE
ist die zweitgrößte Stadt der Insel. Sie hat ein außergewöhnliches Klima und eine schattige Plaza mit gigantischen Lorbeerbäumen, auf der man sich mit Freuden aufhält. Hier ist der Karneval traditionell lärmend. Die Strände von Tacoronte nahmen zwangsweise den ersten Invasor, den Pionier Alonso Fernández de Lugo, auf. Eine Gegend mit hervorragendem Fisch. Wenn Sie die Möglichkeit haben, versäumen Sie es nicht, ihn zu probieren; und den Gourmets, seien sie Freunde von Bananen oder nicht, sei gesagt, dass aus Los Llanos die besten Bananen des Archipels kommen.


KANARISCHER RINGKAMPF
Wenn Sie auch nur die geringste Möglichkeit haben, einem kanarischen Ringkampf beizuwohnen, nehmen Sie diese unbedingt wahr: Es handelt sich um eine uralte Sportart, offenbar eine Hinterlassenschaft der primitiven Siedler des Archipels. Die Kanaren sagen, bei diesem Kampf gehe es um Edelmut und Kunst. Er wird jeden Tag beliebter und findet ständig mehr Zuschauer. Die Palmeros sind stolz darauf, dass ihre Insel immer große Kämpfer hervorgebracht hat.


EL PASO,
ein herrlicher Ort. Man nennt ihn die Stadt der tausend Mandelbäume; er ist Zufluchtsort für Kunsthandwerker und Maler, und im Charakter seiner Bewohner bemerkt man den Stolz auf ihre Stadt. Über Jahre hinweg wurde hier Seide geerntet und verarbeitet, von der Raupe bis zur Stickerei.


Tijarafe, Punta Gorda, Barlovento, Fuencaliente, Puntallana und so viele weitere Orte, wie der Besucher will.


Wir schlagen eine andere Orientierung vor, entlang der Küsten:


Die Ostküste:
erstreckt sich bis zum Leuchtturm von Punta Cumplida und Punta de las Salineras: Zu ihr gehört auch die Inselhauptstadt. Die Mündung der Schlucht von Sanjuán, zwischen la Puntilla und dem Cercado Grande, ist als Naturlandschaft geschützt. Im Inneren befindet sich ein interessanter Fall eines Steilrückens zwischen den Schluchten. Die Schlucht von Nogales begrenzt den Meereszugang des “Parque Natural de los Sauces y Puntallana”, sie weist einen Artenreichtum an Flora auf. In der Nähe der Landspitze von Santa Lucía befindet sich der größte Wolfsmilchhain der Insel. Die Hauptstadt, Santa Cruz, liegt in der Nähe des Vulkans Caldereta. Im Süden der Hauptstadt erhebt sich der Risco de la Concepción. Der Strand von Bajamar gehört zur Gemeinde Breñas Altas, die als sehr sehenswert eingestuft wird.


Die Südküste:
An der Landspitze der Salinen befindet sich die Montaña de Azufre. Die Flanke weist eine Steilküste auf: Die Roques de Anaga sind ein deutliches Beispiel für eine in früheren Zeiten dem Meer abgewonnene Küste, im Gebiet von Lomo Gordo. Der südliche Scheitelpunkt der Insel gehört zur Gemeinde Fuencaliente, geschützt durch den Nationalpark Cumbre Vieja y Teneguía; an seinen Steilküsten leben zahlreiche Greifvögel. Die Vulkane der Cumbre Vieja im Süden der Caldera de Taburiente registrieren zahlreiche Ausbrüche. Im äußersten Süden befinden sich der Leuchtturm von Fuencaliente und der Strand von Faro.


Die Westküste:
Sie erstreckt sich zwischen den Landspitzen Punta del Banco und Punta del Mudo. Der gesamte erste Abschnitt ist bebaut und von Gehöften übersät, dann erscheinen die Strände von Guincho, Remo, Puerto Naos... Auf dem Strand von Bombilla im Bereich der Gemeinde Tazacorte befinden sich eine große Bananenplantage und ein bemerkenswerter Fischereihafen. In nächster Nähe des Hafens liegt die Mündung der Schlucht Barranco de las Angustias, wo auch die Caldera de Taburiente ihren Ursprung nimmt.


In Richtung Norden setzen sich die hohen Steilküsten fort. In den Strand von Jorobado mündet die gleichnamige Schlucht. Ab der Punta del Serradero beginnt die geschützte Küste von Puntagorda. Ab der Punta de Santo Domingo bis Punta del Mudo ist der Küstenbereich sehr gezackt und schwindelerregend.


Die Nordküste:
Beinahe die gesamte Küste besteht aus einem frontalen Steilhang. Durch die Franzosenschlucht zieht sich die Gemeindegrenze von Barlovento. Der Bereich zwischen der Punta de las Maderas und Punta Gaviota ist wegen seiner Landschaft und Morphologie als Naturpark geschützt. Den Neugierigsten sei noch gesagt, dass in den Wolfsmilchhainen der Falter "kleiner Monarch" sowie See- und Greifvögel leben.





Die Bilder, Grafiken und Texte in dieser
Parador- / Ortsbeschreibung stammen
von unten genannten Autoren, bei denen
wir uns recht herzlich bedanken möchten.
Paradores de Turismo de Espana S.A.  

Bildmaterial:
PARADORES DE TURISMO DE ESPAÑA, S.A.

Videomaterial:
PARADORES DE TURISMO DE ESPAÑA, S.A.

Texte:
Miguel Garcia Sanchez

Zeichnungen:
Fernando Aznar