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Baskenland

Baskenland

Eigenen Kultur, eigene Sprache (Euskera) und die berühmte Kopfbedeckung (Baskenmütze)

Das Baskenland ist besonders interessant, da es eine völlig eigenständige Kultur hat und auch eine eigene Sprache (Euskera), deren Ursprünge weitgehend ungeklärt sind. Auch die Folklore der Region ist auffallend anders, man kann hier sogar einige besondere Sportarten beobachten, etwa "Basken-Ball" (pelota vasca).

Obwohl das Baskenland eines der am meisten industrialisierten Gebiete Spaniens ist, findet man immer noch weite Landstriche beinahe unberührter Natur, besonders bemerkenswert sind die Naturparks von Valderejo, Urkiola und Urdaibai sowie die magischen Landschaften entlang des Flusses Guernica. Es ist ein ideales Resort für alle Golfer, Reiter, Wanderer und Bergsportler. Nicht entgehen lassen sollte man sich auch die Baskische Küste, aber vergessen Sie bitte nicht Ihren Regenmantel, denn der "txirimiri", der typische feine Regen, ist sprichwörtlich.

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Das Baskenland ist eine Landschaft an der Atlantikküste in der Grenzregion der Staaten Spanien und Frankreich. Es umfasst in Spanien die drei Provinzen der Autonomen Gemeinschaft Baskenland sowie die Provinz Navarra und in Frankreich das nördliche Baskenland im Westen des Départements Pyrénées-Atlantiques. Die Ausdehnung des Baskenlandes ist politisch und gesellschaftlich umstritten und steht im Spannungsfeld von baskischem, spanischem und französischem Nationalismus. Besondere Kontroversen gibt es um die Zugehörigkeit Navarras zum Baskenland, da im Süden dieser Provinz ebenso wie im Süden der Provinz Alava der Anteil der Baskisch-Sprecher an der Gesamtbevölkerung deutlich geringer ist (siehe Karte „baskisches Sprachgebiet“). Das Baskenland ist benannt nach dem Volk der Basken, Eigenbezeichnung Euskaldunak, die mittlerweile auch wieder zu einem beträchtlichen Teil Sprecher der im spanischen Baskenland seit etwa 1980 wieder geförderten baskischen Sprache (baskisch Euskara oder Euskera) sind.


Üppige Vielfalt kennzeichnet das Baskenland beziehungsweise Euskadi, wie die Basken ihre Heimat nennen. Umspült vom Kantabrischen Meer (Golf von Bizkaya) im Norden und dem Wasserlauf des Ebro im Süden, umfasst es eine Fläche von 7.234,8 Quadratkilometern und übernimmt, eingebettet zwischen Meseta und Meer und zwischen Kantabrischer Kordillere und Pyrenäen, eine Brückenfunktion. Die Bergkette der Sierra de Aralar (1.428 m), der Gipfel des Aitzkorri (1.546 m) und das Bergmassiv Gorbeia (1.475 m) bilden die Schwelle, die das Küstengebiet und das Gebirgsland von Guipúzcoa und Vizcaya von den Niederungen Álavas trennt, das im Binnenland liegt.

Die vom Kantabrischen Meer her einfallenden Luftströme mildern die Temperaturen am Küstenstreifen, der geringfügige jahreszeitliche Schwankungen und häufige Regenfälle aufweist. Das Landesinnere verzeichnet ein kontinentales Klima mit kalten Wintern, heißen Sommern und weniger Regen. Die Region La Rioja Alavesa im Ebro-Becken genießt ein Mikroklima mit vielen Sonnenstunden und geringen Niederschlägen, ein Vorzug, der dieses Tiefland in ein ideales Weinbaugebiet verwandelt.

Saftiges Grün füllt die baskische Landschaft. Eichenwälder übersäen die Berge und Täler in Küstennähe, während in Höhenlagen über 700 Metern Buchen vorherrschen. Weitausgedehnte Gebiete wurden mit schnellwachsenden Baumarten wie Eukalyptus und Kiefer wieder aufgeforstet. Getreidefelder, Kartoffelanbau und andere Kulturen beherrschen das Landschaftsbild der Ebenen und Täler von Álava. Als ausgesprochene Naturparadiese gelten in diesen Regionen die Naturräume und Naturparks Urkiola, Gorbeia, Valderejo, Izki, Pagoeta, Aralar, Aiako Harria und Aitzkorri und daneben das Naturreservat der Biosphäre Urdaibai. Diese reichen Naturgebiete dienen einer vielfältigen Fauna als bevorzugtes Habitat; zu nennen sind Adler, Gänsegeier, Milane und Sperber, Fischotter, Eichhörnchen, Steinmarder, Füchse, Siebenschläfer, Rehe, Hirsche, Wildschweine und eine kleine Population von Wölfen.

Zu diesen Tierarten gesellen sich in der Landwirtschaft beachtliche Herden Schafe, Rinder und Pferde, darunter einige nur hier heimische Rassezüchtungen wie die “pottoka” (kleinwüchsiges Pferd) und die “betizu” (weibliche Rinderart). Die ersten menschlichen Siedler des Baskenlandes lebten vor 40.000 Jahren, wie archäologische Ausgrabungen enthüllt haben. Die ältesten historischen Hinweise bezüglich der Basken gehen auf den Astronomen, Geographen und Mathematiker griechischägyptischer Herkunft Claudius Ptolemaeus zurück, der in einer seiner Schriften die Volksstämme der Autrigonen (lat. autrigones), Vardulen (lat. varduli) und Karistier (griech. karistoí) erwähnt und diese in den Gebieten zwischen dem Fluss Nervión und den Pyrenäen ansiedelt.

Im Laufe der Jahrhunderte besetzten Römer, Goten, Araber und andere Völker die Iberische Halbinsel, drangen jedoch nicht bis in baskische Gebiete vor, ausgenommen die zugänglichen Regionen von Álava, wo ihr Einfluss sichtbarer wurde. Seit dem Mittelalter erscheint die Geschichte von Álava, Guipúzcoa und Vizcaya eng verknüpft mit Kastilien, obgleich die drei Territorien infolge ihrer Privilegien (Fueros) ihre Autonomie bewahrten. Im 19. Jahrhundert durchlebte das Baskenland eine bedeutende industrielle Revolution und eine Epoche politischer Agitation angesichts der drei Karlistenkriege, in deren Mittelpunkt ein dynastisches Problem stand, wobei zentralistisches Denken auf vorrechtliche Ansichten prallte, die der Tradition und Eigenart der Basken Vorrang gaben und diese heftig verteidigten.

Im Oktober 1936, nach Beginn des spanischen Bürgerkrieges, wird das Autonomie-Statut verabschiedet und José Antonio Aguirre zum lehendakari (baskischer Regierungschef) gewählt. Viel später, nach jahrelangem Verlust aller Freiheiten, wird schließlich 1979, in der Folge der Einführung der Demokratie, ein neues Statut, das so genannte Statut von Gernika, verabschiedet. Heute bildet Euskadi eine der siebzehn autonomen Verwaltungsregionen (comunidades autónomas) des spanischen Staates und besteht aus drei historischen Territorien, den Provinzen Vizcaya, Guipúzcoa und Álava, die ihrerseits über eigene Organe der Selbstverwaltung verfügen: die diputaciones forales, die mit Sonderrechten ausgestatteten Provinzräte. Die Flagge der Basken heißt ikurriña; ihre rote Farbe repräsentiert die Gebietshoheit, das weiße Kreuz symbolisiert den christlichen Glauben und das grüne liegende Andreaskreuz steht für die Eiche, die an die Fueros (die alten Gesetze und baskischen Vorrechte) erinnert.

Die Verwaltungsregion verzeichnet eine hohe Bevölkerungsdichte, nahezu 300 Einwohner pro Quadratkilometer. Ihre Bevölkerung übersteigt 2,1 Mio. Einwohner, die sich hauptsächlich in den drei Hauptstädten Bilbao, Donostia-San Sebastián und Vitoria-Gasteiz konzentrieren sowie in anderen Industriestädten der Provinzen Guipúzcoa und Vizcaya.

Zu Beginn dieses Jahrhunderts zeigen die drei Provinzhauptstädte ein ganz neues Gesicht. Bilbao, am Ufer der fjordähnlichen Ría gelegen, erlebte eine erstaunliche Verwandlung. Die große Industriestadt hat sich zu einer Metropole entwickelt, in der die alten Werften heute modernen Bauten wie dem Guggenheim-Museum und dem Palast Euskalduna Platz gemacht haben. Donostia glänzt weiterhin mit dem natürlichen Charme seiner muschelförmigen Bucht Bahía de la Concha und der Eleganz seiner vornehmen Bauten, die in jüngster Zeit noch ergänzt wurden durch gewagte architektonische Entwürfe neuartiger Bauart wie den Kursaal. Vitoria-Gasteiz, das Verwaltungszentrum, wo Regierung und Parlament des Baskenlandes angesiedelt sind, wächst den Anforderungen gerecht werdend ordnungsgemäß, ohne dabei seinen ruhigen Lebensstil und seine zahlreichen Grünzonen einzubüßen.

Nach einer ausgesprochen industriellen Entwicklungszeit, in der Bergbau, Eisenhüttenindustrie, Schiffbau sowie Textil- und Papierindustrie im Vordergrund standen, gewinnt der Dienstleistungssektor immer mehr an Bedeutung. Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei beschäftigen einen kleinen Prozentsatz der aktiven Bevölkerung, die die renommierte baskische Küche nach wie vor mit vorzüglichen Nahrungsmitteln versorgt, die sich durch Frische und Qualität auszeichnen.

Zum Kulturgut von Euskadi zählt als wesentlicher Bestandteil das Euskera, das Baskische, eine jahrtausendalte Sprache, über deren rätselhaften Ursprung unterschiedliche Hypothesen aufgestellt worden sind: manche Forscher behaupten, dieses Idiom weise eine Verwandtschaft mit kaukasischen Sprachen auf; andere bestehen darauf, dass das Baskische sich genau in dem Territorium entwickelt habe, wo es heute auch gesprochen wird; und wiederum andere Linguisten wollen Gemeinsamkeiten mit nicht-arabischen Sprachen Nordafrikas entdecken.

In vergangenen Zeiten erreichte der Gebrauch dieser Sprache eine weitaus größere Ausdehnung als es heute der Fall ist, verlor dann aber an Gewicht zu Gunsten des Kastilischen und des Französischen. Heutzutage gilt Euskera neben Kastilisch oder Spanisch als lengua cooficial, also als anerkannte Regionalsprache neben Spanisch. Seine ständige Präsenz im Unterrichts- und Bildungssystem und das Projekt der euskaldunización (Baskisierung), d.h. der Verbreitung baskischer Kultur und Sprache unter den Erwachsenen, hat die Zahl der Baskisch Sprechenden anwachsen lassen. Gleichzeitig gewinnen literarische Figuren an Bedeutung, darunter Persönlichkeiten wie Bernardo Atxaga, Ramón Saizarbitoria und Unai Elorriaga.

Geschichte Baskenlands

Vorgeschichte
Das älteste im Baskenland gefundene menschliche Skelett stammt aus der Zeit um 7000 v. Chr. Um 3500 v. Chr. begann dort das Neolithikum und um 2000 v. Chr. mit der frühen Bronzezeit das Zeitalter der Metalle. Um 900 v. Chr. wanderten die Kelten in das Land ein und ließen sich im mediterranen Baskenland nieder.

Zeit des Römischen Reiches
Ab 178 v. Chr. begann die Romanisierung des Baskenlandes, die jedoch im atlantischen Raum nur teilweise vollzogen wurde. 75/74 v. Chr. wurde die Stadt Pompaelo (heute Pamplona) von Pompeius gegründet. Im 2. Jahrhundert erfolgte in Aquitanien die Gründung der römischen Provinz Novempopulania. Während des 3. – 5. Jahrhunderts kam es zu einer Krise in den römisch-baskischen Beziehungen und Aufständen der Landbevölkerung (bagaudae). In den Randgebieten des Baskenlandes wurden römische befestigte Städte angelegt. Im 4./5. Jahrhundert begann die Christianisierung des Baskenlandes, die erst im Spätmittelalter abgeschlossen war.

Frühes Mittelalter

Während der Völkerwanderung zogen seit 409 Sweben, Alanen und Westgoten durch das Baskenland; Ende des 5. Jahrhunderts stabilisierten sich die Herrschaftsgebiete der neuen Nachbarvölker, der Westgoten im Süden und der Franken im Norden, zweier Nationen, die nach der Herrschaft über das Baskenland strebten. Die Westgoten versuchten diese seit dem 6. Jahrhundert zu erringen, u. a. durch die Gründung von Victoriaco (581; heute Vitoria-Gasteiz) und die Anlage der Festung Olite (621). Die Bemühungen der Franken resultierten in der Gründung der Grafschaft Vasconia (später Gascogne) zu Beginn des 7. Jahrhunderts innerhalb Aquitaniens bzw. des Frankenreiches. Anfang des 8. Jahrhunderts drangen auch die Mauren in die Randgebiete des südlichen Baskenlandes vor. Die Basken ließen sich diese Politik der Aufteilung ihres Gebietes nicht so ohne weiteres gefallen, so überfielen sie 778 in der Schlacht von Roncesvalles ein vom Markgrafen Roland geführtes fränkisches Heer.

Königreich von Pamplona
Von 816 bis 851 herrschte Iñigo Arista über das christliche Pamplona, vom 9. bis 11. Jahrhundert bildeten sich innerhalb des navarrischen Einflussbereichs die Grafschaften Bizkaia, Álava und Gipuzkoa und der Vizegrafschaften Labourd und Soule heraus. 905 begründete König Sancho I. Garcés aus diesen die erbliche Monarchie von Pamplona, die auch als Königreich Navarra bekannt wurde. Zwischen 1000 und 1035 erreichte das Königreich Pamplona unter König Sancho dem Großen (Sancho el Mayor), dem „König aller Basken“, den Höhepunkt seiner Macht, bevor es nach dem Tod des Königs unter seinen Söhnen geteilt wurde. 1076 löste sich das Königreich auf; Gipuzkoa, Álava und Bizkaia fielen an Kastilien, das Kerngebiet Navarras an Aragonien.

Hoch- und Spätmittelalter
Ab 1090 begann man, am Jakobsweg, dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela, Städte zu gründen. Unter den ersten Städten im Baskenland waren Sangüesa und Estella. Nach dem Tod des kinderlosen aragonesischen Königs Alfons I. im Jahre 1134 wurde das Königreich Navarra erneut unabhängig, auch Gipuzkoa, Alava und Bizkaia gerieten wieder unter navarrischen Einfluss. Im 12. Jahrhundert begannen in Navarra und Alava weitere Stadtgründungen aus wirtschaftlichen und militärischen Gründen, u. a. Vitoria-Gasteiz im Jahr 1181. Im Jahre 1152 geriet Aquitanien unter englische Herrschaft, da die englischen Könige durch Heiratsverbindung zu Herzögen von Aquitanien wurden. In der Folge erhielt Bayonne 1174 die Stadtrechte. Im Zeitraum von 1179 bis 1200 fielen Bizkaia, Alava und Gipuzkoa dagegen endgültig an Kastilien. 1181 gründete der König von Navarra die Stadt San Sebastián, um den Seehandel im Königreich zu verstärken. Indessen erzielten die Engländer weitere Erfolge: 1193 wurde Labourd direkt der englischen Verwaltung unterstellt, 1253 wurde der Herrschaftsbereich auf Soule ausgedehnt. Auch Navarra dehnte sich weiter aus, denn zwischen 1194 und 1249 wurden die Territorien Niedernavarras in das Königreich integriert. 1234 dann geriet Navarra mit König Theobald I. unter französischen Einfluss. Im 13. und 14. Jahrhundert erfolgten an der baskischen Küste und an den wichtigsten Handelsstraßen in Bizkaia und Gipuzkoa weitere Stadtgründungen, beispielsweise wurde im Jahr 1300 Bilbao gegründet. 1285 fiel Navarra unter Philipp IIV. dem Schönen, König von Frankreich und Navarra, an ersteres. Dieser Zustand wurde bereits 1328 nach dem Tode Karls des IV. wieder aufgehoben, doch Navarra blieb unter dem Einfluss des französischen Adels. Zwischen 1362 und 1379 verloren die Könige von Navarra dann sämtliche französischen Besitzungen. Im 14. und 15. Jahrhundert trat im Baskenland eine schwere Wirtschafts- und Sozialkrise auf, auch wurde der Höhepunkt der Bandenkriege zwischen den Ahaide Nagusiak und den Parientes Mayores erreicht. Infolgedessen wurden die Hermandades (Polizeitruppen zur Bekämpfung der Banden) eingerichtet und zahlreiche weitere Städte zum Schutz vor den Banden gegründet. Nach dem Sieg der Hermandades wurden die feudalen und vorfeudalen Eliten im atlantischen Baskenland entmachtet. Doch bald rutschte das Land wieder in eine weitere Krise, nämlich den Bürgerkrieg um die Thronfolge des Königreichs Navarra von 1447 bis 1452. Indessen verlor England 1449 und 1451 Labourd bzw. Soule an Frankreich.

Frühe Neuzeit
1512 fiel Navarra einmal mehr an Kastilien, nachdem Ferdinand der Katholische das Königreich besetzt und an seinen Staat angeschlossen hatte. Im Jahre 1530 zogen sich die kastilischen Truppen bereits wieder aus Niedernavarra zurück, die navarrischen Monarchie wurde in Niedernavarra fortgesetzt und 1620 definitiv mit der französischen Krone vereinigt. Im 15. und 16. Jahrhundert erholte sich das ganze Baskenland wirtschaftlich, da die eisenschaffende Industrie einen Aufschwung erlebte. Im 16. Jahrhundert wurde Bizkaia so zum wichtigsten Eisenlieferanten Westeuropas. Auch entwickelte sich die Hochseefischerei sehr gut, baskische Fischer begannen im Nordatlantik zu fischen. Ein weiterer Faktor war die Zunahme des Seehandels und des Schiffbaus. 1511 wurde das Konsulat und Handelshaus von Bilbao gegründet. Im 17. Jahrhundert traten jedoch wirtschaftliche und soziale Veränderungen ein: Die europäischen Nachfrage nach baskischem Eisen ging zurück. Gleichzeitig trat im atlantischen Baskenland die Maisrevolution auf und wurden die Fischfanggründe im Nordatlantik verloren. Dafür wurde Bilbao zum wichtigsten Hafen für die kastilische Wollausfuhr, außerdem erlebte Bayonne Ende des 17. Jahrhunderts seine Blütezeit in Handel und Schiffbau. Im 17. und 18. Jahrhundert begannen die Zentralregierungen Frankreichs und Spaniens, die baskischen Freiheiten einzuschränken; infolgedessen traten zahlreiche Matxinada genannte Volksaufstände auf. Um 1700 begann der Aufstieg des Handelsbürgertums von San Sebastián, Bilbao und Bayonne, besonders dank der Kontrolle des internationalen Handels. Dies führte im Jahre 1728 zur Gründung der Königlichen Handelsgesellschaft Gipuzkoa-Caracas (Real Compañía Guipuzcoana de Caracas), deren Blütezeit sich bis 1740 erstreckte. Im 18. Jahrhundert begann ein neuerlicher Wirtschaftsaufschwung: Bayonne, Saint-Jean-de Luz, Pasaia (Gipuzkoa) und Zorroza (bei Bilbao) erlebten eine weitere Blütezeit im Schiffbau, ein weiterer Aufschwung des Handels und der eisenschaffenden Industrie setzte ein. Andererseits findet sich in dieser Zeit der Höhepunkt der Maisrevolution. 1765 wurde die Königliche Gesellschaft der Freunde des Baskenlandes (Real Sociedad Bascongada de Amigos del País) gegründet, die nach 1785 allerdings in die Bedeutungslosigkeit zurückfiel. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Baskenland wieder von einer schweren strukturellen Krise in Landwirtschaft, Handel und Industrie erschüttert.

1789 – Beginn des 20. Jahrhunderts
Nachdem 1789 in Frankreich die Französische Revolution erfolgreich gewesen war, wurden im nördlichen Baskenland die traditionellen Institutionen und Sonderrechte abgeschafft. 1790 wurde dafür das Départements der Unteren Pyrenäen (Basses-Pyrénées, seit 1969 Pyrénées Atlantiques) gebildet, zu dem das nördliche Baskenland und die Region des Béarn gehören. Von 1793 bis 1795 fand dann der Krieg zwischen dem revolutionären Frankreich und der spanischen Monarchie statt, Teile des südlichen Baskenlandes wurden zeitweilig durch französische Truppen besetzt. Zwischen 1808 und 1813 wehrte sich Spanien im Volkskrieg gegen Napoleon (Spanischer Unabhängigkeitskrieg; Francesada), wobei auch rege Guerilla-Aktivität im Baskenland stattfand. Während den liberalen Drei konstitutionellen Jahren (Trienio Constitucional) von 1820 bis 1823 wurden die baskischen Fueros allmählich abgeschafft, in Folge dessen entstanden Guerilla-Bewegungen. Im April 1823 erfolgte die Invasion eines französischen Heeres und die Restauration des Absolutismus und der Fueros. Im darauf folgenden Jahrzehnt, der sogenannten Ominösen Dekade (Ominosa Década) wurden die Fueros dennoch häufig verletzt. Daran schloss sich der erste Karlistenkrieg von 1833 bis 1839 an, während dem die Karlisten das Baskenland mit Ausnahme der Städte beherrschten. Auch der Frieden wurde im Baskenland geschlossen, dies durch den Kompromiss des Abkommens von Bergara (Convenio de Bergara). 1836 erließ der spanische Wirtschaftsminister Mendizábal ein Desamortisierungsgesetz (Abschaffung von Kommunal- und klerikalem Land), das im Baskenland erst nach Kriegsende wirksam wurde. 1841 wurde Navarra durch das Ley Paccionada endgültig in den spanischen Staat integriert, woraufhin auch die Fueros endgültig aufgegeben wurden, dies im Gegenzug gegen weitgehende fiskale Autonomie. In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann in Bizkaia und Gipuzkoa die Industrialisierung, die Folge waren Fortschritte im Bergbau und in der metallurgischen Industrie; auch wurden erste Hochöfen und Papierfabriken errichtet sowie die Banco de Bilbao gegründet (1875). In der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte auch der Tourismus in Bayonne, San Sebastián und anderen Küstenorten ein. 1855 wurde ein weiteres spanisches Gesetz zur Desamortisation von Gemeinschaftsland erlassen. 1855 bis 1864 wurden die ersten Bahnlinien angelegt und damit die baskischen Territorien infrastrukturell in die Wirtschaften Spaniens und Frankreichs integriert. Auch im zweiten Karlistenkrieg zwischen 1872 und 1876 wurde das Baskenland mit Ausnahme der Städte von den Karlisten beherrscht. Nachdem diese Partei unterlegen war, wurden die Fueros in Alava, Bizkaia und Gipuzkoa abgeschafft; dafür wurde 1878 in diesen Gebieten durch die Wirtschaftlichen Übereinkommen (Conciertos Económicos) die fiskale Autonomie eingerichtet. Von 1878 bis 1910 diente der Eisenerzabbau in Bizkaia als Motor der Industrialisierung im atlantischen Baskenland, so wurden bedeutende metallurgische Unternehmen (Forges de l’Adour 1881, Altos Hornos de Vizcaya 1902), Werften (Euskalduna 1900) und Banken (Banco de Vizcaya 1901) gegründet, außerdem erfolgte eine Bevölkerungsexplosion in den Küstengebieten. Ab 1879 entstand die Arbeiterbewegung in Bizkaia durch die Gründung der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) (1879) und der sozialistischen Gewerkschaft UGT (1888). Konträr entstand ab 1893 die Bewegung des baskischen Nationalismus durch Sabino Arana Goiri, so wurden die Baskischen Nationalistische Partei (EAJ-PNV) (1895) und die nationalistische Arbeitergewerkschaft ELA-SOV (1911; später ELA-STV) gegründet. Von Bilbao ausgehend, breitete sich die Ideologie des baskischen Nationalismus allmählich in der ganzen Region aus. Auch wirtschaftlich kamen neue Möglichkeiten auf, dies durch die Erschließung von Stromquellen durch Wasserkraft im Jahre 1901, die Anlage der bedeutsamsten Stauanlagen Europas im Baskenland und in Kastilien durch baskische Unternehmen.

20. Jahrhundert
Das frühe 20. Jahrhundert im Baskenland war geprägt durch das großräumigere Erwachen des baskischen Nationalbewusstseins, so wurde 1917 die Gesellschaft für Baskische Studien (Eusko Ikaskuntza) und 1918 die Königliche Akademie der Baskischen Sprache (Euskaltzaindia) gegründet. Doch auch Geschehnisse von internationalen Ausmaßen hatten ihre Wirkung auf die Region; so ließen im Ersten Weltkrieg 6.000 Soldaten aus dem nördlichen Baskenland ihr Leben.

Die Weltwirtschaftskrise löste in der ersten Hälfte der Dreißigerjahre eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise im Baskenland aus. Am 14. April 1931 wurde im baskischen Ort Eibar die demokratische Zweite Spanische Republik ausgerufen. Doch am 17. Juli 1936 fand ein Militäraufstand statt und der Spanische Bürgerkrieg begann. Pamplona war durch den Carlismus eines der wichtigsten Zentren der republikfeindlichen Verschwörung. Die Rebellen konnten in Navarra und Álava innerhalb weniger Tage die Macht an sich reißen; im September fiel auch Gipuzkoa. Lediglich Bizkaia blieb auf Seiten der Republik. Am 1. Oktober 1936 wurde vom spanischen Parlament das baskische Autonomiestatut angenommen; José Antonio Aguirre wurde Lehendakari, d. h. Präsident der Regierung von Euskadi, das Alava, Bizkaia und Gipuzkoa umfassen sollte. Am 26. April 1937 erfolgte im Zuge des Bürgerkrieges die Bombardierung der baskischen Symbolstadt Gernika durch die Flugzeuge der deutschen Legion Condor als Hilfstruppen des aufständischen spanischen Militärs. Mitte Juni 1937 gelang den antirepublikanischen Rebellen die Eroberung Bizkaias, die baskischen Truppen ergaben sich durch den mit den Franquisten ausgehandelten Pakt von Santoña kampflos und erhielten daraufhin eine bessere Behandlung als andere Gefangene. Jedoch wurden Bizkaia und Guipuzkoa zu "Verräterprovinzen" erklärt und ihnen ihre fiskalen Sonderrechte der Conciertos Económicos entzogen. Damit war der Spanische Bürgerkrieg im Baskenland beendet (im übrigen Spanien am 1. April 1939), die franquistische Diktatur wurde eingerichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die französische Atlantikküste von Juni 1940 bis zum August 1944 durch die deutsche Wehrmacht besetzt, was Labourd und das westliche Niedernavarra einschloss. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte von 1959 bis 1973 ein Wirtschaftsaufschwung in Spanien, der in den vier Provinzen des südlichen Baskenlandes durch starken Industrialisierungsschub gekennzeichnet wurde. Aufgrund hoher Einwanderung ereignete sich in Bizkaia, Gipuzkoa, Vitoria und Pamplona eine Bevölkerungsexplosion; vielerorts gerieten die Basken in die Minderheit. 1959 entstand dann die radikal-nationalistische Gruppe ETA (Euskadi ta Askatasuna = Das Baskenland und dessen Freiheit) mit dem Ziel der Befreiung, der Loslösung und Unabhängigkeit des Baskenlandes von Spanien durch den bewaffneten Kampf. Seit 1961 verübte die ETA Sabotageakte, 1968 gab es das erste Todesopfer. In diese Zeit fällt auch der Beginn der Teilnahme verschiedener kleiner baskisch-nationalistischer Parteien an den Wahlen im nördlichen Baskenland (ab 1963). Nach dem Prozess von Burgos gegen 15 ETA-Mitglieder im Dezember 1970 erstarkte die Bewegung weiter, da die als Schauprozess der Diktatur geplante Gerichtsverhandlung der ETA stattdessen weltweit Sympathien einbrachte. Drei Jahre später, am 20. Dezember 1973 erfolgte das bis dahin spektakulärste Attentat der ETA, bei dem der spanische Ministerpräsident Luis Carrero Blanco durch die ETA ermordet wurde. Ab 1973 trat auch die linksnationalistische Gruppe Iparretarrak durch Brand- und Bombenanschläge im nördlichen Baskenland auf den Plan. Am 20. November 1975 endete durch den Tod des spanischen Diktators Francisco Franco die nationalistische Diktatur.

Im gleichen Jahr wurde der Kampf gegen die ETA begonnen, bei dem vom spanischen Staat unterstützte Gruppen gegen die ETA kämpften. Dieser Kampf forderte Dutzende von Todesopfern, seinen Höhepunkt erreichte er 1983–1987 durch die GAL (Grupos Antiterroristas de Liberación). Die meisten Anschläge traten im nördlichen Baskenland auf. 1976 wurde die Taktischen Alternative KAS konstituiert, der verschiedene legale und illegale linksnationalistische Organisationen beitraten, u. a. die ETA und die Gewerkschaft LAB. Ende 1978 wurde innerhalb der KAS Gründung die Wahlplattform Herri Batasuna gegründet, die seitdem an Wahlen teilnimmt. Mittlerweile waren 1976 bis 1977 alle der beinahe 600 inhaftierten ETA-Mitglieder amnestiert worden. Gleichzeitig wurden die 1937 entzogenen Conciertos Económicos in Bizkaia und Gipuzkoa wiederhergestellt. Dennoch führte die ETA 1978 bis 1980 eine weitere Serie von gewalttätigen Anschlägen durch, der Kampagne fielen 253 Personen zum Opfer. Am 6. Dezember 1978 wurde im Baskenland über den spanischen Verfassungsentwurf abgestimmt. In Alava, Bizkaia und Gipuzkoa wurde der Entwurf deutlich abgelehnt, in Navarra gab es eine knappe Mehrheit für die Vorlage.

Im folgenden Jahr, am 25. Oktober 1979, gab es eine Volksabstimmung über das baskische Autonomiestatut in Alava, Bizkaia und Gipuzkoa, die die spanische autonome Region Euskadi bilden. Das Estatuto de Guernica (Baskisches Autonomiestatut), welches in elfmonatigen, zähen Verhandlungen durch den Consejo General Vasco (Baskischer Generalrat, Vorläufer der baskischen Landesregierung, Vorsitz: Ramón Rubial später Carlos Garaikoetxea) der Zentralregierung abgerungen wurde und die von Franco abgeschaffte vollständige Finanzautonomie wieder einführte, wurde mit einer Mehrheit von 90 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 60 Prozent von der baskischen Bevölkerung befürwortet. Ab 1980 gab es alle vier Jahre Wahlen zum Parlament von Euskadi, wobei die EAJ-PNV ständig stärkste Partei ohne absolute Mehrheit ist. 1982 wurde auch die spanische autonome Region Navarra eingerichtet, die Wahlen zum Parlament von Navarra zeigen jedoch noch immer ein deutliches Übergewicht der nichtbaskischen Parteien. Ende 1986 wurden erste Kontakte zwischen der spanischen Regierung und der ETA geknüpft, dies mit dem Ziel, den baskischen Konflikt auf dem Verhandlungsweg beizulegen. Im Januar 1988 wurde der Antiterrorismus-Pakt von Ajuria Enea von allen im baskischen Parlament vertretenen Parteien des südlichen Baskenlandes mit Ausnahme von Herri Batasuna unterzeichnet.

Ferias und Feste Baskenlands

  • La Tamborrada: Trommelmärsche zu Ehren des Stadtpatrons; in San Sebastián und Azpeitia (Gipuzkoa); am 20./21. Januar
  • Fiesta de San Blas: Patronatsfest mit baskischen Tänzen in Idiazábal (Gipuzkoa); am 03. Februar
  • Inauteriak: Karneval/Fasching mit uralten Kostümen aus der Zeit vor der Christianisierung; in San Sebastián, Tolosa und Amezketa (Gipuzkoa), in Zalduendo und Salcedo (Araba)
  • Fiesta de San Juan: in vielen Orten, besonders traditionell in Laguardia (Araba); am 24. Juni
  • Fiesta de San Pedro: in Zumaya (Gipuzkoa); vom 28. bis 30. Juni
  • Fiesta de San Marcial: Hauptfest der Grenzstadt Irún; am 30. Juni
  • Internationales Jazzfestival: in San Sebastián (zweite Julihälfte)
  • Fiesta de la Magdalena: in Bermeo (Bizkaia), mit nächtlicher Fischerfahrt; um den 20./21. Juli
  • Dia de San Ignacio de Loyola: Festtag in ganz Gipuzkoa; am 31. Juli
  • Fiestas de la Virgen Blanca: in Vitoria-Gasteiz, Namensfeste der Schutzpatrone, die sehr ruhige Stadt explodiert förmlich; vom 04. bis 09. August
  • Aste Nagusia: „Große Woche“ in San Sebastián mit Riesenprogramm; um den 15. August; Bilbao feiert die Aste Nagusia ab dem Samstag nach dem 15. August
  • San Roke: in Deva (Gipuzkoa) am 14. August
  • Virgen de Guadalupe: in Hondarriba (Gipuzkoa) für mehrere Tage; um den 08. September
  • Käsefest: in der Region Idiazábal mit Wettbewerb und Versteigerung der berühmtesten Käsesorten; am ersten oder zweiten Mittwoch im September (wechselnd)
  • Fiestas de San Antolin: in Lequeitio (Bizkaia); vom 01. bis 08. September
  • Ruderregatten: in San Sebastian; an ersten beiden Septembersonntagen
  • Internationales Filmfest: in San Sebastian; zweite Septemberhälfte
  • Feria de Guernica: in Guernica (Bizkaia); am ersten und letzten Montag im Oktober
  • Santo Tomas: in San Sebastián am 21. Dezember

Gastronomie Baskenlands

Die Gastronomie ist eines der Identitätszeichen des Baskenlandes.
Es werden hauptsächlich eigene Produkte und eigene Rezepte verwendet, um den Gästen ein unvergleichliches Geschmackserlebnis zu bieten. San Sebastian ist das kulinarische Epizentrum des Baskenlandes. Auf der ganzen Welt gibt es keine Stadt, in der es eine so große Konzentration an Michelin-Sternen pro Quadratmeter gibt. Drei Restaurants der Stadt haben die größte Auszeichnung der populären Fremdenführerin mit neun Sternen erhalten. Insgesamt haben die Restaurants in Gipuzkoa sechzehn Sterne. Eine stolze Summe und das zu Recht.

Zu den fantastischen Speisen des Baskenlandes werden hervorragende Weine gereicht. Diese werden in Rioja Alavesa hergestellt. Es werden ca. 40 Millionen Liter Wein jährlich in Rioja Alavesa produziert, die Mehrheit aus einer sehr frühen Traube. Das Kennzeichen dieses Weines ist ein angenehm fruchtiger Geschmack und seine weichen Aromen. Produziert werden im Baskenland Weine mit folgenden Namen: Txakoli, -von Bizkaia, Alava und Getaria. Der Getaria ist ein weißer Wein, der einen frischen Geschmack hat und ideal zu Fischgerichten passt.

Ein typisches Gericht der Basken sind die Pintoxs. Dies sind kleine Baguettehappen, die oft an Tresen von Kneipen ausgestellt werden.

Weitere typische Produkte des Baskenlandes:

  • Käse Idiazabal - wird aus der Milch des Iatxa Schafs gewonnen.
  • Paprikaschoten von Gernika - süß und mit glänzender, feiner Haut
  • Rindfleisch - von traditionell gezüchteten Rindern, die nur Gras und Heu zum Fressen bekommen
  • Weißer Thunfisch - wird im Norden gefangen
  • Kartoffeln aus Alava
  • Bohnen des Baskenlandes, zum Beispiel zubereitet mit Wirsing und Gemüsewurst
  • Rebhuhn aus Tolosa, die Eier, die Milch und der Honig aus Tolosa sind ebenfalls erwähnenswert

Zu guter Letzt sollten jedoch noch die fantastischen Nachspeisen des Baskenlandes erwähnt werden. Die Basken lieben es, ihre Hauptgerichte mit einfachen, jedoch dem Niveau ihrer Gastronomie angepassten Süßspeisen abzurunden. Je nach Stadt wird eine andere Nachspeise bevorzugt.

Hier eine kleine Auswahl:

Avala – Armer Ritter aus Brioche
Dies ist eine Nachspeise aus Briochebrot, Milch, Eiern und Zucker.
Sie wird zubereitet wie der hierzulande bekannte arme Ritter. Das Brot wird in dem Gemisch aus Milch, Eiern und Zucker eingelegt und anschließend kann man dann die obere Schicht noch etwas karamellisieren.

Bizkaia – Nusskuchen
Der Nusskuchen wird hergestellt aus gemahlenen Nüssen, Eiern, Butter und Puderzucker.
Der zusammengemischte Teig wird in kleine Formen in den Backofen gegeben und etwa 10 Minuten gebacken.
Oft wird der Nusskuchen zusammen mit Birnenkompott serviert.

Gipuzkoa – Blätterteig aus Mamia Hier ist als erstes zu erwähnen, dass Mamia geronnene Milch ist.
Diese wird aus einem Liter Schafsmilch hergestellt, indem man die Milch aufkocht, daraufhin auf 40° C abkühlen lässt und danach Quark unterhebt. Dieses Gemisch muss dann ruhen. Blätterteig wird im Ofen gebacken, anschließend muss dieser gut abkühlen und daraufhin mit Mamia gefüllt. Oft wird der Blätterteig noch karamellisiert und mit einem Püree aus sauren Errezil-Äpfeln serviert.

Naturschutzparks/-Gebiete Baskenlands

Das Baskenland verfügt über viele Naturschutzgebiete und -parks. Würden Sie einen Spanier fragen, welche Farbe das Baskenland hat, würde dieser wahrscheinlich spontan antworten: Grün.

Durch die große Vielfalt an Gebirge und Wäldern tauchen Sie ein in eine Region voller Natur. Hier atmen Sie die herrliche Waldluft und sehen all die fantastischen natürlichen Farben der Wälder.

Wandern, Bergsteigen, Mountain-Bike-Touren, Ausritte, Paragliding oder aber auch Wassersport, all das bietet Ihnen das Baskenland.

Hier nur eine kleine Auswahl an Naturparks, geschützten Biosphären, geschützten Biotopen und Naturschutzgebieten. Es gibt dutzende mehr, jedoch möchten wir Ihnen erst mal einen Einblick gewähren in die Natur des Baskenlandes.

Naturpark Valderejo

In der Gemeinde Valdegovia gelegen mit einer Ausdehnung von 3496 Hektar.
Sehenswürdigkeiten des Parks:

  • Die Salinen von Anana: In dieser Ortschaft wird seit der Römerzeit Salz aus dem Fluss gewonnen. Das Wasser wird auf kleinen Plateaus oder Terrassen gesammelt, wo man durch Verdampfung des Wassers Salz gewinnt. Die Anlage wurde zum Kulturgut erklärt.
  • Der Delica Canyon: An der Quelle des Nerivon gibt es einen kleinen Aussichtspunkt auf einer Höhe von 300 Metern, von wo aus Sie einen einzigartigen Ausblick genießen können.
  • Die Schlucht von Sobron: Der Anblick der Schlucht, die den Ebro und seine Krümmungen flankiert, ist wirklich beeindruckend. An dieser Stelle bildet der Fluss die Grenze zwischen Alava-Araba und Burgos.
  • Tueste, die Kirche von la Asuncion: Eine wahrhafte Perle der romanischen Architektur. In ihrem Inneren finden Sie Werke von großem künstlerischen Wert, wie z.B. das Altarbild aus dem 16. Jahrhundert.


Naturpark Izki

In den Gemeinden Arraia-Maeztu, Bernedo und Campezo gelegen, mit einer Ausdehnung von 9143 Hektar.

Sehenswürdigkeiten des Parks:

  • Die Gobas von Lano, Faido und Marquinez: Diese künstlichen Höhlen boten im Mittelalter den Einsiedlern der Gegend Schutz; diese hinterließen ihre Spuren in Form anthropomorpher Grabstätten.
  • Das kantabrische Gebirge: Beeindruckendes Steinmassiv, das eines der letzten Ausläufer der baskischen-kantabrischen Berge in südlicher Richtung bildet.
  • Penacerrada / Urizaharra: Zu Zeiten, als sie die Grenze zwischen den Königreichen Kastilien und Navarra darstellte, kam diesem Städtchen und seiner Festung große Bedeutung zu. Bewahrt haben sich einige Zugangstore, Reste der Stadtmauer und verschiedene romanische und gotische Kirchen.
  • Campezo (Felskapelle von San Roman): Eine herrliche Wallfahrtskapelle, die in die natürliche Höhlung der Felsen gebaut wurde. Ihre Wände sind mit Felsmalereien geschmückt. Im Inneren findet sich ein Bild des San Roman aus dem 17. Jahrhundert.
  • Laguardia: Dieser, im 10. Jahrhundert als Verteidigung gegen die Mohammedaner gegründeter Ort, hat sein sehenswertes, historisch-künstlerisches Stadtbild bewahren können. Ebenfalls sehenswert sind die nahegelegenen Salzseen, wo Sie verschiedene Wasservögel beobachten können.


Naturschutzgebiet Entzia

In den Gemeinden San Millan, Salvatierra Agurain, Valle de Arana, Arraia-Maeztu und Asparrena mit einer Ausdehnung von 4991,4 Hektar.

Sehenswürdigkeiten des Gebietes:

  • Die Dolmen von Sorginetxe und Egileor: In der Nähe von Entzia können Sie diese megalithischen Monumente bewundern, die sowohl wegen ihrer Abmessungen als auch aufgrund ihres gut erhaltenen Zustandes von außerordentlichem Wert sind.
  • Gazeo und Alaiza: Zwei mit gotischen Gemälden reichhaltig dekorierte Kirchen sind das gemeinsame Element dieser beiden kleinen Ortschaften am Jakobsweg. Die Malereien der Kirche von Gazeo stammen aus dem 14. Jahrhundert und stellen verschiedene biblische Szenen dar. Die Wandmalereien des Gotteshauses Asuncion in Alaiza stammen aus noch weiter zurückliegenden Zeiten.
  • Heiligtum Estibaliz: Eine wahrhafte Perle der romanischen Kunst und eines der besten Beispiele der mittelalterlichen Architektur des Baskenlandes. Im Inneren finden Sie ein Bildnis der Jungfrau von Estibaliz, der Schutzheiligen Alava-Arabas, aus dem 13. Jahrhundert.
  • Salvatierra –Agurain: Hier ist das mittelalterliche Stadtbild weitgehend erhalten geblieben, mit der alten Stadtmauer, einer Festungskirche an jedem Ende und einem der sehenswertesten Herrenhäuserkomplexe im Renaissancestil von ganz Alava-Araba.
  • Provinzpark Garaio: Bei schönem Wetter ein ideales Erholungs- und Badegebiet. Im Winter bietet der nahegelegene Vogelpark hervorragende Möglichkeiten zur Beobachtung von Vögeln in der freien Natur.


Geschütze Biosphäre Urdaibai

In den Gemeinden Ajangiz, Amorebieta-etxano, Arratzu, Arrieta, Beremo, Busturia, Elantxobe, Ereno, Errigoiti, Forua, Gautegiz-Arteaga, Gernika-Lumo, Ibarrangelu, Kortezubi, Mendate, Morga, Mundaka, Munitibar, Murueta, Muxika, Nabarniz und Sukarrieta gelegen, mit einer Ausdehnung von 1004,8 Hektar.

Sehenswürdigkeiten des Gebietes:

  • Elantxobe: Die Gebäude dieses malerischen Städtchens, in dem man die Nähe des Meeres spüren kann, hängen im wahrsten Sinne des Wortes am Berg und erstrecken sich bis hinunter zum Fischereihafen.
  • Casa de Juntes de Gernika: Im Schatten der symbolträchtigen Eiche versammelten sich die Juntas Generales, die Ratsversammlung, und hier schwor der Herrscher von Biskaya auf die Fueros, die Sonderrechte. Nachdem die Juntas Generales 1979 wieder eingerichtet wurden, werden ihre Versammlungen weiterhin in der Casa de Juntas abgehalten.
  • Bosc d´Oma: Dieser verzauberte Wald in der Nähe von Kortezubi zeigt ein neues Verhältnis zwischen Natur und Kunst. Augustin Ibarrola bedeckte hunderte von Kiefern mit Farben und Leben und hat so ein enormes Gemälde geschaffen, das jeder Besucher aufs Neue zusammensetzen kann, je nach der Perspektive, mit der er es mit seinem Weg durch den Wald aus betrachtet.
  • Bermeo (Fischermuseum): Im Festungsturm des Herrenhauses, derer von Ercilla, können Sie im Fischermuseum die eng mit der Fischerei verbundene Vergangenheit dieser Region kennenlernen. Hier werden Sie mit den Techniken und Werkzeugen vertraut gemacht, die während unterschiedlicher Epochen verwendet wurden.


Geschütztes Biotop Leitzaran

In den Gemeinden Andoain, Villabona, Berastegi und Elduaien gelegen, mit einer Ausdehnung von 74 Hektar.

Dieses Biotop um den Fluss Leitzaran wurde nur durch das reine Wasser des Flusses zum Biotop erklärt.
In dem reinen Wasser tummeln sich viele Forellen und andere Tiere. Tiere, wie der Pyrenäenmolch und die iberische Bisonspitzmaus, haben am Rande des Flusses ihren Lebensraum gefunden. Eine Menge an Pflanzen ist hier zu finden, darunter auch besondere Arten, die eine feuchte Umgebung benötigen.

Aktivitäten in dem Biotop:

  • Wandern: Auf einem markierten Wanderweg kann man das Tal von Urto nach Andoain entlang der ehemaligen Eisenbahnlinie durchwandern. Das gesamte Biotop eignet sich hervorragend für Ausflüge und Spaziergänge.
  • Angeln: Das Leitzaran-Tal ist auf der Höhe des Biotops ein beliebtes Angelgebiet für Forellen.

Der Jakobsweg

Es gibt zwei Jakobswege durch das Baskenland. Beide enden in Santiago de Compostela. Der eine Weg läuft entlang der Küste, ist sehr ausgefallen und anspruchsvoll. Der zweite Weg verläuft durch das Landesinnere, ist ebenfalls ausgefallen, jedoch einfacher zu bewältigen.

Der Küstenweg verbindet alle Provinzen des kantrabischen Meeres bis nach Galicien. Er ist sehr anspruchsvoll und wohl einer der ältesten Jakobswege der Welt. Seine Geschichte führt in das 9. Jahrhundert zurück. Zu Beginn der Tradition des Pilgerns war dieser Weg an der Küste zweifellos am sichersten, da das Gebiet von Navarra, das die Pilger damals durchqueren mussten, von Moslems bedroht worden ist. Jedoch war auch zu dieser Zeit der erste Abschnitt in Guipuzkoa bei weitem kein gemütlicher Spaziergang. Der portugiesische Bischof Hugo von Porto war von: „ der Rauheit des Ortes, der Grausamkeit seiner Bewohner und den ungestümen Toben der überall vorhandenen Meeresarme“ stark beeindruckt. Es wird gesagt, der Pilger wird auf diesem Weg das ganze feuchte Euskadi sehen. Das bekannte und das noch zu entdeckende Baskenland.

Der Weg durch das Landesinnere ist heute wahrscheinlich der beste Spiegel des Baskenlandes. Auf dieser Route durchqueren Sie die Hauptstadt des Baskenlandes und legen die Route in gut 6 Tagen zurück. Auf Ihrer Strecke werden Sie Küstenlandschaften, Feuchtwälder, fruchtbare Gemüsegärten, stark industrialisierte Orte, baskischsprachige Gebiete und rein ländliche Ortschaften besuchen. Sie entdecken eine enorme Vielfalt an ökologischen, sozialen und geschichtlichen Aspekten des Baskenlandes.

Der Weg durch das Landesinnere und der Küstenweg gliedern sich in jeweils sechs bzw. sieben Strecken auf, die nicht immer einen Reisetag benötigen. Sie können die Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf dem Rücken eines Pferdes oder aber mit dem Auto zurücklegen.


Der Küstenweg - 214,2 km

  • 1. Etappe: Honadarribia * Donostia-San Sebastian (23,8 km)
  • 2. Etappe: Donostia-San Sebastian * Zarautz (22,8 km)
  • 3. Etappe: Zarautz * Deba (21,3 km)
  • 4. Etappe: Deba * Markina-Xemein (21,8 km)
  • 5. Etappe: Markina-Xemein * Gernika-Lumo (24,8 km)
  • 6. Etappe: Gernika-Lumo * Bilbao (29,7 km)
  • 7A. Etappe: Bilbao * Portugalete (19,6 km)
  • 7B. Etappe: Bilbao * Balmaseda (33,6 km)
  • 8. Etappe: Portugalete * Covaron (16,8 km)


Der Weg durchs Landesinnere - 249,7 km

  • 1. Etappe: Irun * Hernani (26,2 km)
  • 2A. Etappe: Hernani * Tolosa (19,3 km)
  • 2B. Etappe: Hernani * Bidania (28,8 km)
  • 3A. Etappe: Tolose * Zerain (31,2 km)
  • 3B. Etappe: Bidania * Zerain (25,4 km)
  • 4. Etappe: Zerain * Salvatierra (25,9 km)
  • 5. Etappe: Salvatierra * Vitoria-Gasteiz (27,4 km)
  • 6. Etappe: Vitoria-Gasteiz * La Puebla de Arganzon (22,0 km)
  • 7A. Etappe: La Puebla de Arganzon * Brinas (27,0 km)
  • 7B. Etappe: La Puebla de Arganzon * Miranda de Ebro (16,5 km)

Kartenansicht des Baskenlands