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Galicien

Galicien

Jahrtausende lang das endgültige und geheimnisvolle “Ende der Welt”


Galicien ist ein modernes, dynamisches Gebiet, das allen Komfort und das Angebot bietet, das man von jeder Großstadt erwarten kann, aber mit dem zusätzlichen Zauber, dass seine Städte Tore zu einer ländlichen Welt und Natur sind, in die man fast übergangslos über eine kaum durch den Stadtrand markierten Grenze gelangt.

Die Große Nordspanien Rundreise bringt Sie in das Land des Finis Terrae (Ende des Landes) und des Weges der Sterne.

Das städtische Galicien liegt im wesentlichen am Atlantik, denn fünf der sieben galicischen Städte liegen auf einer Achse mit urbanen Charakteristika, die sich von Ferrol bis zur portugiesischen Grenze erstreckt, auf der sich auch die Städte A Coruña, Santiago de Compostela, Pontevedra und Vigo befinden. Die Enden dieser urbanen Route, Ferrol und Vigo, liegen nur zwei Autostunden voneinander entfernt, zu erreichen über die Autobahn AP-9, dem Rückgrat des westlichen Galiciens. Die zwei Provinzhauptstädte im Inland, Ourense im Süden und Lugo im Norden, sind durch sehr gute Landstraßen, Schnellstraßen und Autobahnen mit den westlich gelegenen Städten verbunden.

So kann man Galicien als eine durchgehende Stadt verstehen, in der man wenig Zeit auf die Fortbewegung verwenden muss. Es existiert keine große Stadt, die deutlich über den Rest herausragt und damit das Dasein oder die Bedeutung der anderen schmälern würde. Deshalb kann man sagen, dass die galicischen Städte so etwas sind, wie die verschiedenen Bereiche und Bezirke einer einzigen großen Stadt, die auch in den Kernen ihrer Stadtteile gewisse funktionelle und handwerkliche Spezialisierungen aufweisen.


Santiago de Compostela ist die Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Galicien, Weltkulturerbe, Universitäts- und Verwaltungsstadt, Stadt der Pilger. Steingewordene Pracht in einem der besterhaltendsten historischen Stadtkerne ganz Europas.

Vigo und A Coruña sind die bevölkerungsreichsten Städte und wirken wie Motoren auf die Wirtschaft und das Sozialleben der Autonomen Gemeinschaft. In ihnen hat sich das Fischerflair ihrer Häfen lebendig erhalten. Gleichzeitig sind sie führend in Bezug auf die Häfen, die Industrien und die sportlichen Veranstaltungen.

Sie weisen beide eine mehr als tausendjährige Geschichte auf, die vielfältige Spuren von der Megalithepoche bis zur Architektur der Avantgarde hinterlassen hat. Außergewöhnlich sind auch ihre Natur, ihre Landschaften, soziale, kulturelle und festliche Veranstaltungen, die den Besucher nicht unbeeindruckt lassen.

Ferrol, als rationalistische Stadt, Tochter der Aufklärung und mit starken Verbindungen zum Militär, bietet, wie man sagt, den schönsten und bestgeschütztesten Naturhafen des gesamten Atlantiks. Dies führte dazu, dass sich hier seit dem 18. Jh. die Werften und die königliche Armada niederließen.

Pontevedra liegt am Ende seiner wunderbaren Ria an einem Ort außergewöhnlicher Schönheit. Es ist eine wahre Freude, durch seine historische Altstadt zu gehen, seine Museen zu bewundern, in die Vergangenheit zurückzuschreiten, sich der Geschäftigkeit der Fischer der alten „Gremio de Mareantes“ (Seemannsgilde) zu erinnern, seine Küche zu genießen ...

Und wie könnte es anders sein, da die zwei Städte von dem Fluss durchströmt werden, der für Galicien der Vater der Flüsse ist, dem Miño, der wunderschöne Uferlandschaften auf seinem Weg durch Lugo und Ourense, bietet. Beide Städte sind römischen Ursprungs und sind reich an Brücken, die das Flussbett überqueren.

Beide sind auch Städte mit einer touristischen Tradition, früher dank ihrer medizinischen Heilwässer (Das Thermalbad von Lugo und As Burgas in Ourense), heute dank der Ansammlung vielfältiger Attraktionen an einem Ort. Dazu zählt die Berühmtheit ihrer Altstadtkerne und der Spuren ihrer Vergangenheit, das Renommee ihrer unvergleichliche Küche und ihrer traditionellen Märkte oder einfach auch der Ruf ihrer urbanen Szenerie.

Deshalb empfiehlt sich der Besuch der gastlichen Städte Galiciens aus zwei verschiedenen Gründen. Einerseits können diejenigen, die einen Überblick über die Städte der Gemeinschaft gewinnen möchten, in wenigen Tagesreisen alle Städte besuchen und die Besonderheiten und die Einzigartigkeit des Gesamten genießen.

Diese Möglichkeit wird durch die leichte Erreichbarkeit und die Nähe der Städte zueinander begünstigt sowie auch durch ihre mittlere Größe, die ideal ist, da man für den Besuch eines jeden Stadtkerns je nach Wunsch einen halben, einen oder zwei Tage benötigt, abhängig davon, wie weit man sich in die Sehenswürdigkeiten einer Stadt vertiefen möchte.

Andererseits können diejenigen, die etwas Bestimmtes suchen und über weniger Zeit verfügen, sich in die für sie interessanteren Dinge vertiefen (Archäologie, Bauwerke, gesellschaftliches und Nachtleben, Küche, Wassersport ...), indem sie direkt in die Stadt fahren, die über das jeweilige Angebot verfügt.

Außerdem liegt die große Attraktivität der galicischen Städte in ihrer fast übergangslosen Einbettung in die ländliche Umgebung, die manchmal bis in das Innere der Stadtkerne hineinreicht, in denen man oft sogar bebaute Gärten findet. In diesem Sinne dient der Besuch der Städte als Ausgangspunkt für die Entdeckung der anderen galicischen Realitäten, des Restes von Galicien und der Eigenarten der sehr erdverbundenen Galicier.


Galicien ist in Spanien als das "Land der 1000 Flüsse" bekannt. Diese Flüsse durchqueren die gesamte Region, vom bergigen Innenland bis zur Küste, wo sie die typischen "Rias" bilden. Die Küstenlandschaft selbst ist sehr unterschiedlich, von den sanften Stränden von As Mariñas bis hin zu den gefährlichen Klippen Costa de la Muerte, der "Todesküste".

Das Klima in Galicien ist mild und besonders im Winter mit Tiefsttemperaturen um 5 Grad eher regnerisch. Der Wasserreichtum der Region und die "Rias" prägen der Landschaft ihren Stempel auf. In der Zone Rias Altas findet man ausgezeichnete Strände, romantische Fischerdörfer sowie beeindruckende Städte. Rías Baixas sind vor allem wegen ihrer Naturparks und Kurorte, wie A Toxa, einen Besuch wert. Im Innenland finden sich grüne Landschaften und malerische Ortschaften.

Historisch gesehen waren es die Kelten, die hier die frühesten Spuren hinterließen. Die Römer hinterließen als Vermächtnis unter anderem die Stadtmauern von Lugo, die Brücke von Ourense, und den Turm des Hercules. Das Mittelalter stand im Zeichen der Entdeckung des Grabes des Apostels Santiago (Sankt Jakob). Tausende Pilger machten sich auf den Weg zur Kathedrale der neu gegründeten Stadt Santiago de Compostela, und der weltberühmte, von unzähligen historisch-künstlerisch wertvollen Kirchen, Klöstern und Kapellen flankierte Jakobsweg (Camino de Santiago, Camino Jacobeo) formte sich.

Galicias Folklore zeigt deutlich ihre keltischen und gaelischen Ursprünge, nicht zuletzt im wohl charakteristischsten Instrument, dem Dudelsack. Die regionale Gastronomie steht in hohem Ruf, mit hervorragenden Fischgerichten, der Empanada Gallega, traditionellen Süßspeisen, die in einigen Klöstern nach geheim gehaltenen Rezepten zubereitet werden, und dem Ribeiro Wein.


Video der Werbe-Kampagne 'Zurück zu Dir' der offiziellen Seite von Galicien

PORTAL ZUR SEELIGKEIT

Im Gebiet von Galizien, für die Europäer Jahrtausende lang das endgültige und geheimnisvolle “Ende der Welt”, wird die Landschaft mit ihrem nördlichen Gebirgszug etwas weniger rau, und der Ozean dringt gezähmt in fjordähnlichen Rias tief ins Landesinnere vor. Ausgehend von ihrer ländlichen Vergangenheit haben die Einwohner dieser Täler und Küsten im Verlauf des 20. Jahrhunderts eine überraschende Veränderung durchgemacht.

Dieses Land, aus dem es so viele Emigranten in alle Teile der Erde verschlagen hat, hat mit einen großen Sprung eine beschleunigte Modernisierung auf dem Land, dem Meer und in der Industrie erfahren und dabei dennoch unzählige der traditionellen Werte bewahrt, die heute in Form von Gebräuchen und Kunstfertigkeit Einheimischen wie auch Besuchern eine hohe Lebensqualität bieten.

Santiago de Compostela
Die Kirchenstadt, die an dem nebligen Ende der damals bekannten Welt durch einen Glaubensakt entstand, hat der Christenheit mehr als ein Jahrtausend lang Licht und Orientierung geboten. Die Idee des Apostels Jakobus, in Hispania die Botschaft Christi zu verkünden, wurde von Beato de Liébana mit einer Hymne im mozarabischen Ritus verbreitet und nahm wirklich Gestalt an, als im Jahre 813 von einem Bischof die Grabstätte gefunden wurde. Der asturische König Alfonso II unterstützte diesen Bischof bedingungslos und organisierte die erste Pilgerfahrt.

Die Zerstörung der von Alfonso II erbauten Basilika durch den Araber Almanzor im Jahre 997 war der Anstoß für ihre Wiederherstellung und gleichzeitig für den Bau einer starken Mauer rund um die Stadt, die ihren Bewohnern und Besuchern so größere Sicherheit bot. Unter den Bischöfen, die hartnäckig darauf bestanden, eine der bedeutendsten und vortrefflichsten Kathedralen des Westens zu errichten, tat sich vor allen Gelmírez deutlich hervor. Er war die Schlüsselfigur und legte die Grundlagen für die zukünftige Entwicklung von Santiago de Compostela.

Wallfahrten
Die Förderung der Jakobswege durch die Könige von Kastilien und León während des Mittelalters fand auch in der Renaissance keinen Stillstand. Die Katholischen Könige richteten in dieser Bischofsstadt die Königliche Audienz ein und förderten den Bau des prachtvollen Hospital Real sowie des Colegio de Fonseca, Sitz der Universität.

In den Jahrhunderten des Barockzeitalters wetteiferten Bischöfe, Stiftskapitel und religiöse Orden in einem wahren Baufieber miteinander. Dadurch entstand das einzigartige Gepräge der Stadt, das Compostela charakterisiert und alle Besucher in ihren Bann zieht. Dies ist auch der Grund, weshalb die Stadt von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklärt wurde.

Im 11. und 12. Jahrhundert und später erfuhren die Wallfahrten aus ganz Europa zum Grabmahl des Apostels einen großen Aufschwung. Dies führte einen intensiven Austausch im Bereich der Kunst, Literatur und Wissenschaft mit sich und brachte auf Dauer große Vorteile für eine Gegend wie diese, die so weit abgeschieden lag und von allen Seiten von ländlichen Gebieten umgeben war.

Der Zustrom von Pilgern machte Santiago de Compostela nicht nur zum Schmelztiegel für viele Kulturen und Bräuche aus allen Teilen der Welt, sondern verwandelte die Stadt in ein Wirtschaftszentrum, in dem derart beträchtliche Erträge erwirtschaftet wurden, dass einer der bedeutendsten Bauwerk- und Kulturschätze Europas geschaffen werden konnte. Dazu gehört vor allem das Dach der Kathedrale, verziert mit konzentriertem Können von dem Meister Mateo in dem unvergleichlichen Portal zur Seeligkeit.

Heutzutage ist Santiago de Compostela nicht nur immer noch ein religiöses Zentrum auf internationaler Ebene, eine außerordentliche Ansammlung von Monumenten, Universitätsstadt und ein bedeutendes Handelszentrum, sondern wurde außerdem im Jahre 1982 auch noch die Hauptstadt der Autonomiegemeinschaft Galizien. Dieser Umstand führte dazu, dass die Stadt zum Sitz der Xunta (Autonomieregierung) und vieler anderer Institutionen der Regionalverwaltung wurde.

Die vorteilhafte, zentrale Lage und die gleiche Entfernung zu den anderen galizischen Städten hat zu einem Netz ausgezeichneter Verkehrsverbindungen mit dem übrigen Spanien und der ganzen Welt geführt.

Der neuerliche Aufschwung der Jakobuswallfahrten in den letzten Jahrzehnten hat, da alle Jakobswege nach Compostela führen, dieser Stadt aus Stein und Wasser neuen Wohlstand gebracht. Dieser mystische Ort hat es mit einer Kombination aus Glauben und enthusiastischem Fremdenverkehr mit hohem kulturellem Niveau geschafft, sich einen der ersten Ränge auf internationaler Ebene zu sichern und zieht Menschen von überallher an. Diese Menschenmengen werden von dem geheimnisvollen, unbeschreiblichen Charme ihrer Straßen und von der Freundlichkeit und dem guten Service verzaubert, den ihre Bewohner bieten, so dass es selten vorkommt, dass jemand, der die Stadt einmal kennen gelernt hat, sich nicht fest vornimmt, wiederzukommen.

Tiefe Flusstäler des Miño und des Sil: A Ribeira Sacra
Die Landschaft der Ribeira Sacra wird von zwei spektakulären Schluchten an der Grenze zwischen den Provinzen Lugo und Ourense gekennzeichnet: Zwischen Belesar und Os Peares liegt das tief eingeschnittene Flusstal des Miño mit seinen sanften Hängen und von Os Peares bis Quiroga zieht sich die Schlucht des Sil, mit steilen Wänden, die einen Höhenunterschied von bis zu 500 Meter aufweisen.

In dieser reichhaltigen Landschaft befindet sich eine der größten Ansammlung an Klöstern von Europa (Santo Estevo, Santa Cristina...) und eine komplette Route mit romanischen Kirchen.

O Courel
Im Südosten der Provinz Lugo erheben sich isoliert und majestätisch die O Courel Berge. Tief eingeschnittene und enge Täler, erschaffen von den Nebenflüssen des Sil; Gipfel, die sich weiter unten allmählich erweitern und kleinere Ansiedlungen ermöglichen. Hier leben die Menschen in Harmonie mit der Natur. In den Hainen vermischen sich sehr verschiedene Baumarten, wie z.B. Buchen, Eiben, Stechpalmen, Birken und Haselnussbäume, die uns von der Vielfalt der einheimischen Wälder berichten.

O Courel ist außerdem ein Heiligtum von großem ethnographischem Wert. Seine einzigartigen Bauwerke wie Pallozas (vorromanische Häuser) oder die steinernen Bienenstöcke, sowie Ortschaften wie Froxán und Seceda, machen die einfache Lebensart deutlich, die hier bis vor sehr wenigen Jahren noch vorherrschte.

Herkulesturm
Ein Markstein unter den Denkmälern Galiziens: Der älteste Leuchtturm der Welt, der heute noch in Betrieb ist. Von den Römern erbaut, wurde er im 18. Jahrhundert architektonisch neu gestaltet. Dieses Wahrzeichen von A Coruña wurde in die Seepromenade der Stadt einbezogen und ist umgeben von großen Grünflächen und zahlreichen Gebäuden und Statuen, die einen steinernen Skulpturenpark bilden.

Nationalpark Atlantische Inseln
Diese Inseln befinden sich 15 km von Vigo entfernt, an der Mündung der gleichnamigen Ria. Sie wurden zusammen mit den Inseln Ons, Sálvora und Cortegada zum Nationalpark erklärt. Neben der Bedeutung ihrer Fauna und Flora, sowie ihrem großen geologischen und historischen Wert muss vor allem die Ruhe und Schönheit hervorgehoben werden, die alles durchdringt. Eine gezackte, steile Küste, Strände mit feinem Sand und üppige Vegetation bilden eines der letzten Paradiese, die noch zu besuchen sind.

Stadtmauer von Lugo
Dieses bauliche Renommierstück, zum Erbe der Menschheit erklärt, wurde Mitte des 3. Jahrhunderts von den Römern errichtet und führt, heute noch in seiner ganzen Länge (2.117 m) erhalten, rund um die Altstadt von Lugo. Aus der Mauer treten 72 halbrunde Mauervorsprünge hervor, miteinander verbunden durch einen Rundweg, der zu einem herrlichen Spaziergang mit fantastischem Blick auf die Stadt und die grüne Landschaft ihrer Umgebung einlädt.

Die Galizischen Rias
Von Ribadeo bis A Guarda, einer 1.300 km langen Küste, überschwemmt das Meer die Flusstäler und formt eine besondere Landschaft, einzigartig auf der Iberischen Halbinsel: Fjordähnliche Rias, entweder Rías Baixas, weiträumig und sich tief ins Landesinnere ziehend, mit mildem Klima und reich an Meeresfrüchten und Wein, oder Rías Altas, sandig, überraschende Strände und wilde Natur. Alles in allem mehr als zwanzig Möglichkeiten, um allen fünf Sinnen Genuss zu verschaffen.

Die Galicischen Rias

Die Rias sind das charakteristische Merkmal der Küste Galiciens. Es handelt sich dabei um Meeresarme, die sich im Laufe der Zeit in das Land gefressen und auf diese Weise einen abwechslungsreichen Küstenstreifen strukturiert haben.
Auf der Mietwagen Rundreise 'Das grüne Spanien' ab Santiago de Compostela - 8 Tage / 7 Nächte haben Sie unter anderem die Möglichkeit diese zu besichtigen.

Bei ihrer Genesis ergab es sich als Vorteil, dass weite Bereiche des Küstengebietes bereits aufgerissen waren oder sich abgelöst hatten und somit das Meer leicht eindringen und diesen Küstenregionen ihre Form geben konnten, wie zum Beispiel bei den Rias Baixas. Andere Rias wiederum sind ehemalige Flusstäler, deren unterer TeilŸüberschwemmt wurde; als Beispiel hierfür sind die von Ortigueira, Ribadeo, Foz oder Ferrol zu nennen. Und schließlich gibt es noch Rias, wie die von Arousa, die aus ehemaligen tektonischen Gruben entstanden sind. Landschaftlich sind die Rias recht unterschiedlich, was zum Teil auf die naturgegebenen Bedingungen, aber insbesondere auch auf die jahrhundertelange, im Laufe der Geschichte von den Bewohnern dieser Gegend vorgenomme Bearbeitung des Bodens zurückzuführen ist.

Durch die verschiedenartigen felsigen Regionen werden den galicischen Landschaften besondere Nuancen verliehen, die Rias geben ihnen dabei ihren ganz besonderen Charakter. Granit- und Schiefergestein bilden einen farblichen Kontrast zum Meeresstrand, insbesondere am Nachmittag, wenn die Sonne hinter dem Horizont versinkt und ein echtes Farbenfeuerwerk auslšst und die Landschaft in andere Farben taucht, ihr einen anderen Charakter gibt...
In der Abenddämmerung lassen die rötlichen Farbtöne ein magisches Szenario entstehen; die von manchem Granitgestein angenommene orange Farbe verschmilzt dabei mit dem silbrigen Schimmer des Schiefers.
Die Küstenlandschaft wird jedoch nicht nur durch die Felsengebilde geprägt. Gleichermaßen beteiligt ist das dort in den einzelnen Jahreszeiten herrschende Klima: Es gibt klare Tage mit brillantem Licht, in denen sich die Landschaftsformen klar abzeichnen und für den Besucher ganz deutlich zu erkennen sind, oder, insbesondere im Herbst und Winter, Tage, an denen die Gegend von einer dichten Nebelschicht eingehüllt wird und sie verschwommen und mysteriös erscheinen lässt und dabei einer gewissen Theatralität nicht entbehrt, den Besucher aber unweigerlich gefangen nimmt. Ein Besuch der Rias erweist sich also in jeder Jahreszeit als durchaus lohnend.
Die Landschaften der Rias sollten jedoch nicht nur durch die von der Natur vorgegebenen Merkmale beschrieben werden. Es ist nicht nur die von den Menschen geleistete Arbeit zu berücksichtigen, sondern es müssen auch die von ihnen im Laufe der Geschichte vorgenommenen Veränderungen untersucht werden. Dazu gehört zu erfahren, wie die Ressourcen des Meeres genutzt wurden, Siedlungen, Dörfer und Städte in der Küstenregion entstanden und Straßen und Häfen, (Fuß-)Wege und Felder angelegt wurden. Das bedeutete über Jahrhunderte lang Kampf und Abhängigkeit von den Ressourcen und gleichzeitig Zähmung der Natur. Im Laufe dieser Entwicklung sind Orte entstanden, die zusammen mit der Natur ein weit gefächertes Farbmosaik bilden.

Caión (A Coruña)

Diese Symbiose von Mensch und Umwelt hat etwas Einmaliges hervorgebracht: Im Laufe von Tausenden von Jahren hat sich die Gesellschaft eine ganz besondere Welt geschaffen, eine Welt voller Mystik und Magie, die in Legenden und Traditionen, religiösen oder weltlichen Festen erhalten geblieben ist. Eine Welt mit eigener Entwicklung und eigener Sprache, die, in eine privilegierte Natur eingebettet, bis heute überlebt hat.
Die Galicier haben es nämlich verstanden, der Erde und dem Meer, ihren beiden Vorratskammern, die vorzüglichsten Produkte abzugewinnen: Etwa achtzig verschiedene Sorten Fisch, ein Dutzend unterschiedlicher Krustentierarten und doppelt so viel an Schalenweichtieren, fünfzehn verschiedene Fleischsorten, wobei Wild nicht mitgezählt ist, eineinhalb Dutzend unterschiedlicher Gemüsearten, ein Dutzend Weinsorten, Obst etc.
In diesem einzigartigen, jedoch hinsichtlich Habitus, Sitten und Brauchtum sowie räumlicher Gegebenheiten pluralistischen Galicien bieten die Rias dem Besucher wahrscheinlich das für ihn abenteuerlichste Erlebnis. An der 1.400 km langen Küste wechseln sich Sandflächen - es gibt 772 Strände - mit atemberaubenden Steilküsten ab, die das Tor zum Hinterland Galiciens bilden. Die Rias sind Meeresarme, die alle auf dem Festland in WegeŸbergehen; manchmal in breite - dann sind es Autobahnen, Autoschnellstraßen oder Landstraßen - oder aber manchmal in einfache Wanderwege, die den interessierten und neugierigen Besucher zu einfachen Behausungen der Bauern oder Fischer oder auch zu prächtigen Herrengehöften, kleinen Kapellen oder monumentalen Klosteranlagen führen und ihn dabei die Volksfeste und -tänze, soll heißen, das ganze geheimnisvolle Galicien kennenlernen lassen.

Galicien Sonnenuntergang

Man sollte andererseits nicht vergessen, dass Galicien weder vom Meer noch vom Land Grenzen gesetzt wurden. Seit es ab dem IX. Jh. den Camino de Santiago (Weg des Santiago), den Camino Francigeno de las Cronicas gibt, hat man erfahren können, was Gastfreundschaft bedeutet; in über tausend Jahren hat man diese hohe Schule der Zuneigung und Freigebigkeit gepflegt. Heutzutage sind diese Gefühle zwar durch rationelles Verhalten ersetzt und in Infrastrukturen, Industrien und Dienstleistungen umgesetzt worden, lassen aber in den meisten Fällen immer noch die alte Gastfreundschaft erkennen. In Galicien sind auf institutionelle oder private Initiative hin große Anstrengungen unternommen worden, um dem Besucher ein weit gefächertes Angebot an Hotels, Kurbädern oder Unterkünften des Agrartourismus, Sporthäfen, Golfplätzen oder Kongressanlagen bieten zu können. Und das alles, damit die Besucher in den Genuss dieser privilegierten Gegend kommen und ihnen die Möglichkeit gegeben wird, dieses echte PORTAL ZUM PARADIES kennenzulernen.

Geschichte Galiciens

In Galicien wurden vereinzelt Spuren gefunden, die in das Spätpaläolithikum, zwischen 25.000 und 16.000 v. Chr. datiert werden. Die ältesten Spuren menschlicher Aktivität wurden in Budiño, Porriño, gefunden und stammen aus der Zeit um 25.000 v. Chr. Ab 8000 v. Chr. sind die Funde von Steinwerkzeugen recht häufig. An der Küste wird seit dem Mesolithikum Fischerei betrieben und es werden Muscheln gesammelt. Die Periode wird auch als asturianische Kultur bezeichnet und ist entlang der Küste von Vigo bis Asturien verbreitet. Es taucht erste Keramik auf. Erste Megalithanlagen werden ab 4000 Jahre v. Chr. errichtet. Etwa 5.000 Mámoa genannte Hügel, die meist im Zentrum liegende Dolmen bedecken, sind hier zu finden. Leider fanden in den Grabhügeln durchweg Raubgrabungen statt, die bis heute fortdauern. Bekannt sind die Anlagen von Dombate, Axeitos, Pedra da Arca bei Malpica de Bergantiños oder Maus de Salas.

In der Bronzezeit (ab 1800 v. Chr.) gibt es Hinweise auf eine entwickelte Metallverarbeitung. Aus dieser Periode stammen auch diverse in Stein gravierte Figuren (Petroglyphen). Ausgehend von abstrakten Themen (Cup-and-Ring-Markierungen) werden auch Tiere und Menschen dargestellt. Die wichtigsten Fundorte der Figuren liegen in der Provinz Pontevedra (Mogor, Castrove, Campolameiro).

In der späten Bronzezeit und der Eisenzeit (etwa ab 1000 v. Chr. bis 400 v. Chr.) entstanden befestigte Siedlungen (gal. u span. castros), überwiegend in geschützten Hanglagen oder auf Hügeln. Die Befestigungen und die Grundrisse der meist ovalen Häuser sind teilweise noch sichtbar – gute Beispiele sind:

  • Castro de Santa Tegra bei A Guarda, Pontevedra
  • Castro von Troña bei Ponteareas
  • Castro von Castromao bei Celanova
  • Castro von Borneiro bei Cabana de Bergantiños
  • Castro von San Cibrán de Lás bei Ourense
  • Castro von Viladonga bei Santiago de Viladonga

Vermutlich ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. fielen die Kelten in verschiedenen Wellen in Galicien ein und vermischten sich mit der einheimischen Bevölkerung. Von den keltischen Galläkern (Kallaiker, lateinisch Callaici), die in diesem Gebiet siedelten, leitet sich der Name Galicien ab.

Die Römer führten erstmals 135 v. Chr. Expeditionen nach Galicien durch. Die Konsolidierung der römischen Macht erfolgte durch Julius Caesar im Jahre 60 v. Chr. Galicien wurde zur römischen Provinz Gallaecia.

Gallaecia umfasste – über das heutige Galicien hinaus – Gebiete im westlichen Teil des heutigen Kastilien und im nördlichen Teil Portugals. Die Befriedung Gallaecias erfolgte durch die Kriegszüge unter dem römischen Kaiser Augustus. In der Folge entwickelten die Römer eine umfassende Infrastruktur, insbesondere durch den Bau von Straßen. Die Straßen der Römer blieben neben den Pilgerwegen nach Santiago de Compostela bis ins Mittelalter die einzigen guten Verbindungen nach Galicien.

In der Zeit der Völkerwanderung ließen sich in Galicien im Jahr 409 die germanischen Sueben nieder und gründeten 411 unter König Hermerich, der bis 438 regierte, ein Königreich. Während der suebischen Herrschaft gab es aber einheimische Gruppen, nach Hydatius im 5. Jahrhundert die Aunonenses und Auregenses, die nicht der suebischen Oberhoheit unterworfen werden konnten. Im 6. Jahrhundert werden im selben Zusammenhang die Runconen genannt. Dem ersten König Hermerich folgen die Könige Rechila bzw. Richila (438-448) und Rechiar (448-456). Aus der Zeit des Regenten Rechiar und danach sind nur wenige Aufzeichnungen erhalten. Sicher ist, dass das Suebenreich durch den Tod des Königs Miro entscheidend geschwächt wurde.

Miro starb 583 auf einem erfolglosen Feldzug gegen den Westgotenkönig Leovigild, dessen aufständischen Sohn Hermenegild er unterstützen wollte. Darauf kam es bei den Sueben zu einem Machtkampf um die Königswürde, den Leovigild dazu nutzte, das Suebenreich zu annektieren. Audeca war der letzte König der Sueben. Er wurde von Leovigild besiegt, der 585 Galicien verwüstete, den Kronschatz raubte und das Land zu einer gotischen Provinz machte. Die neue Herrschaft führte zu einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise, von der sich das Land erst zum Ende des 8. Jahrhunderts langsam erholen konnte. Die einheimische Aristokratie scheint aber weiterbestanden zu haben; noch Rekkared II. wird rex Gothorum atque Sueuorum genannt. Erst 652 unter Rekkeswind wurde eine Verwaltungsreform durchgeführt, die das Territorium besser in das Westgotenreich eingliederte. Nach der Regierungszeit von Chindaswinth funktionierten nur noch Braga, Lucus und Tude als Prägestätten.

Der Nordwesten der iberischen Halbinsel scheint bis fast zum Ende der westgotischen Herrschaft heidnisch geblieben zu sein. Die kirchliche Organisation scheint erst gegen Ende des 6. Jahrhunderts entstanden zu sein. Die Magnaten bevorzugten Eigenkirchen unter ihrer direkten Kontrolle. Die Christianisierung der Sueben geht auf die Priscillianer, die es versäumten, heidnische Bräuche auszurotten, sowie auf den Heiligen Martin von Braga und Fructuosus von Braga zurück. 561 und 572 fanden in Braga Konzile statt, die heidnische Praktiken verdammten; aber noch am Ende des 7. Jahrhunderts musste Valerius von Bierzo deren Existenz beklagen.

Die im Jahr 711 beginnende maurische Eroberung der Iberischen Halbinsel hatte auf Galicien nur geringen Einfluss. Das erste Eindringen der Mauren in Galicien wird auf das Jahr 716 datiert. Für eine dauerhafte Ansiedlung der Mauren im galicischen Kerngebiet gibt es keine Hinweise. Lediglich in den Randzonen des Landes wurden wohl einige kleinere Gruppen von Berbern sesshaft. Eine Eingliederung Galiciens in das Herrschaftsgebiet von Al-Andalus erfolgte nicht. Etwa um 740 zogen sich die Mauren aus Galicien endgültig zurück. Aus den folgenden Jahrzehnten sind jedoch immer wieder maurische Raubzüge in galicisches Gebiet bekannt.

Im Jahr 813 wurden in einem Grab in der heutigen Stadt Santiago de Compostela die dort vermuteten Gebeine des Apostels Jakobus (spanisch Santiago), einem der zwölf Apostel Jesu, gefunden. Der Fundort wurde etwa um 830 – zur Zeit des Bischofs Theodemir von Iria Flavia – zum Wallfahrtsort. In der Folgezeit pilgerten gläubige Christen aus ganz Europa auf dem Jakobsweg nach Galicien, um das Grab von Jakobus zu besuchen. 1075 wurde der Grundstein für die Kathedrale von Santiago de Compostela gelegt, die im Jahre 1211 geweiht wurde.

Im 10. und 11. Jahrhundert war Galicien jeweils kurzzeitig ein eigenständiges Königreich. Im Jahre 1065 wurde Don García zum König von Galicien ausgerufen. Galicien war ansonsten Teil des Königreiches León. Im 13. Jahrhundert fiel Galicien zusammen mit León an die kastilische Krone.

1833 wurde das Königreich Galicien formell aufgelöst und in vier Provinzen aufgeteilt, die direkt der spanischen Zentralregierung unterstanden.

Die sich unter anderem aus der Abgelegenheit der Region ergebende wirtschaftliche Rückständigkeit Galiciens führte im 19. Jahrhundert zu dem Beginn einer Massenauswanderung. Zwischen 1836 und 1980 wanderten rund 2,5 Millionen Menschen aus. Das beliebteste Ziel war Lateinamerika (u. a. Argentinien, Brasilien). Als Resultat dieser damals beginnenden Auswanderungswelle leben noch gegenwärtig rund 1,4 Millionen Galicier (2003) in der Emigration, wobei mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Spaniens etwa seit 1980 eine Rückkehrbewegung eingesetzt hat.

Im Zuge der Demokratisierung Spaniens in den 1970er Jahren wurde Galicien neben Katalonien, Navarra und dem Galicien als eine der historischen Nationalitäten Spaniens anerkannt und erhielt deshalb 1980/1981 als eine der ersten Regionen Spaniens ein Autonomiestatut. Seitdem ist es eine der Autonomen Gemeinschaften Spaniens.

Die Jahre zwischen 1989 und 2005 waren dabei auf Ebene der Autonomen Gemeinschaft von einer klaren absoluten Mehrheit des konservativen Partido Popular unter dem Regierungschef Manuel Fraga Iribarne geprägt.

In den letzten Jahren gab es vor der Küste von Galicien mehrere Öltanker-Havarien. In das Blickfeld der internationalen Öffentlichkeit gelangte insbesondere die schwere Havarie des Tankers Prestige im Jahre 2002 (siehe auch Ölpest). Diese war Ausgangspunkt für die umfassende Bürger- und Sozialbewegung „Nie wieder!“ (Nunca Mais).

Ferias und Feste Galiciens

Terraza Costa Vella

  • Fiesta del Queso de Arzúa, (Fest des Käses aus Arzúa)
    Die typischen Käsesorten der Gegend werden probiert und gefeiert. Es findet am ersten Sonntag im März statt.

  • Muestra del Encaje de Camariñas, (Ausstellung der Klöppelspitzen aus Camariñas)
    Dieses Fest findet während der Karwoche, zwischen Mittwoch und Sonntag statt. Dieses Dorf in der Provinz von A Coruña bietet eine Ausstellung von Stoffen aus Klöppelspitzen an, die von den Palilleiras (Klöpplerinnen) der Gegend angefertigt werden.

  • Fiesta de la trucha (Fest der Forellen), A PONTENOVA (Lugo)
    Dieses Fest findet am 1. Mai statt. Die Forellen aus dem Fluss Eo und seinen Nebenflüssen werden gegessen und genossen.

  • Fiesta del Bonito, (Fest des Thunfisches) BURELA (LUGO)
    Dieses Fest feiert den Thunfisch, der mit den typischen Methoden der Flotte aus Burela gefangen wird. Es findet am ersten Samstag im August statt.

  • Feria del vino de Amandi (Fest der Weine aus Amandi)
    Es findet am Palmensonntag statt. Die Winzer der Gegend stellen ihre Weine vor. Es werden Kostproben während des ganzen Tages angeboten.

  • Fiesta de Androlla y Entroido (Fest der Schweinewurst und des Karnevals), VIANA DO BOLO (Ourense)
    Das ist ein gastronomisches Fest, das mit dem Faschingsdienstag zusammenfällt. Es wird ein großes Essen mit Wurst zubereitet, die aus vorher eingelegten Schweinerippen gemacht wird

  • Ausserdem gehört der Entroido (Karneval) von Viana do Bolo zu den hoch bewerteten ethnografischen und folkloristischen Festen Galiciens

  • Semana Santa (Karwoche), CANGAS (Pontevedra)
    Sie wird seit 1748 mit großem Eifer gefeiert.

  • Fiesta de la Empanada (Fest der gefüllten Teigtaschen/ Teigplatten), BANDEIRA- SILLEDA (Pontevedra)
    Es findet an dem dritten Samstag im August statt. Hier wird die bekannte Galicische Empanada gekostet.

  • Virgen de Guadalupe (Jungfrau von Guadalupe), RIANXO (A Coruña)
    Am 8. September. Religiöse Festlichkeit mit den für die Küstendörfern typischen Volksfeste

  • Feste von San Roque, VlLAGARCÍA DE AROUSA (Pontevedra)
    Am 16. August sowie an den vorhergehenden und folgenden Tagen. Fest in der Kreishauptstadt von Arousa mit massiver Beteiligung der Bewohner, die zusammen mit den Besuchern und den Nachbarn des Umkreises die Straßen der Kleinstadt füllen.

  • Entroido (galicischer Ausdruck für Karneval) von Verín, VERÍN (Ourense)
    Karneval und diverse Festlichkeiten. Es handelt sich um einer der wichtigsten traditionellen Karnevalsfeiern in Galicien. Dieses Fest beginnt am Donnerstag vor dem Karnevalssamstag, dem sogenannten Jueves de Comadres, und dauert bis zum darauffolgenden Dienstag. Die typische Verkleidung ist der cigarron, die Kuhglocken und für den Ort charakteristische Masken tragen und die Straßen in diesen Tagen beherrschen.

  • Entroido von Laza, LAZA (Ourense)
    Dieser Ort liegt in der Nähe von Verín und dort feiert man einen der besten Karnevale in Galicien. Der typische Aufzug ist der des sogenannten peliqueiro, dessen Verkleidung aus ansehnlichen, handgemachten Masken, Kuhglocken und einer Peitsche besteht. Sie marschieren in dem für den Ort charakteristischen Schritt durch die Picota, dem Dorfplatz dieses Orts in Ourense. Eine weitere Figur dieses Karnevals ist die morena, die die Anwesenden und Teilnehmer am Karneval verfolgt. Weitere Rituale sind das sogenannte Testamento do Burro, der Wurf von farrapas (in Schlamm gebadete Tücher, die auf die Teilnehmer geworfen werden) und die suelta de hormigas (mit Essig bespritzte Ameisen – um sie bissiger zu machen – werden aus Säcken auf die Anwesenden geworfen).

  • Volksfest in A Sainza, RAIRIZ DE VEIGA (Ourense)
    Dieses Fest wird im Kreis von A Limia im September gefeiert und stellt die Zusammenkunft von Mauren und Christen dar. Sehr ansehnliche Aufmachungen.

  • Festa da faba (Bohnenfest), VILANOVA DE LOURENZÁ (Lugo)
    Am ersten Oktober-Sonntag. Ausstellung und Verkauf der berühmten Bohnen aus Vilanova de Lourenzá. An diesem Fest, das auf die traditionellen Märkte zurückgeht, die seit Jahrhunderten in dieser Stadt stattfinden, nehmen Bauern und Unternehmer des Kreises sowie ein großes Publikum aus ganz Galicien und Asturien teil.

  • Paprikafest, ARNOIA (Ourense)
    Das Erholungsgebiet A Queixeira ist Schauplatz der populären Paprikaverköstigung dieses Ortes, der zum Kreis O Ribeiro der Provinz Ourense gehört. Dabei wird das typische Erzeugnis dieser Gegend nach verschiedenen Rezepten zubereitet. Am ersten Augustwochenende.

  • Paprikafest, HERBÓN-PADRÓN (A Coruña)
    Populäre Verköstigung von Paprika der Gegend im Rahmen verschiedener Straßenfeste, die immer am ersten Samstag im August stattfindet.

  • Fest des Hammels am Spieß (carnero al espeto), MORAÑA (Pontevedra)
    Gastronomisches Folklorefest, bei dem Hammel auf einem Bratspieß gebraten werden. Letzter Sonntag im Juli.

  • Wagenumzug (Folión de carros), CHANTADA (LUGO)
    Umzug der traditionellen galicischen von Ochsen gezogenen Wagen, die zu diesem Anlass reich geschmückt sind. Letzter Samstag im August.

  • Maruxaina, SAN CIBRAO-CERVO (LUGO)
    Volkskundlich wertvolles Fest, das seit 1985 gefeiert wird. Szenische Darstellung über Meerjungfrauen. Zweiter Samstag im August.

  • Austernfest, ARCADE-SOUTOMAIOR (PONTEVEDRA)
    Gastronomische Feier zu Ehren der Auster. Sie finden in mehreren Orten gleichzeitig statt. Erster oder zweiter Sonntag im April

  • San Telmo Feiern, TUI (PONTEVEDRA)
    Gastronomisches Fest zu Ehren des Jungaals (Glasaal). Wallfahrt und religiöse Feier. Die Wallfahrt geht auf das Jahr 1772 zurück. Das Wochenende nach Ostersonntag. Feste von internationalem, touristischen Interesse in Galicien

  • Feierlichkeiten des Apostels in SANTIAGO DE COMPOSTELA (A Coruña)
    Fest, das am 25. Juli, am Tag Galiciens, gefeiert wird. In der Woche vor dem 25. werden in der Stadt verschiedene kulturelle und Freizeitangebote dargeboten. In der Nacht des 24. finden die Fuegos del Apóstol (Feuerwerk zu Ehren des Apostels) auf der Plaza del Obradoiro statt.

  • Romería Vikinga (Wikinger-Kirmes), CATOIRA (Pontevedra)
    Es findet am 1. Sonntag im August statt, um die Anwesenheit der Wikinger im Mittelalter auf unseren Flüssen zu gedenken. Es wird eine beeindruckende Nachahmung einer Ausschiffung auf einem Schiff dargestellt, das eine Reproduktion des "Drakar" der Wikinger ist. Diese Vorstellung endet mit einem großen gastronomischen Fest.

Gastronomie Galiciens

Von Fischern und Bauern geprägt, ist die galicische Küche die mit den meist verbreiteten Kochkünsten Spaniens. Einige Auswanderer Galiciens haben in Ihren Zielländern Gaststätten und Restaurants eröffnet und dort ihre Rezepte aus der Heimat angewandt.

Pulpo a feira (Seekrake) ist in Galicien sehr beliebt und wird oft auf den Wallfahrten (Romeria) zubereitet.

Tarta

Die Seekrake wird als Ganzes gekocht, dann geklopft und geschlagen, damit das Fleisch schön weich wird, in Stücke geschnitten und daraufhin mit Öl, rotem Paprikagewürz / gemahlenem Pfeffer und Salz abgeschmeckt.

Das kulinarische Wahrzeichen Galiciens sind die Pasteten. Sie werden mit verschiedenen Füllungen aus Fleisch und/oder Fisch zubereitet. Das wichtigste jedoch ist viel Zwiebel.

Das bekannteste und wohl auch nahrhafteste Gericht Galiciens ist das lacon con grelos. Lacon bezeichnet eine gepökelte Schweineschulter und grelos sind die jungen Stengelblätter der Steckrübe. Hieraus wird ein fantastisches Gericht gezaubert und unter Zugabe von Paprikawurst (Chorizo) und ein paar Kartoffeln serviert.

Schalen- und Krustentiere sind in Galicien ebenfalls sehr beliebt, zum Beispiel wird die Jakobsmuschel in ihrer eigenen Schale serviert, im Ofen mit dem sogenannten picadillo (Zwiebel, Petersilie und etwas Semmelmehl) überbacken.

Nachspeisen sind wie bei fast allen Spaniern sehr hoch im Kurs.
In Galicien zum Beispiel Obstkuchen/Bischofstorte, Mandelkuchen mit dem Namen tarta de Santiago (eine Art Crepes), rosquillas (Anisbrezeln) und viele andere Köstlichkeiten.

Einige der Galicischen Käsespezialitäten sollten auch noch erwähnt werden. Da ist der birnenförmige San Simon oder Perilla, geräuchert und von kräftigem Geschmack und der bekannte Tetilla, ein milder Käse aus Kuhmilch, mit dünner, weicher Rinde.

In Hinblick auf Weine kann Galicien eine ganz besondere Spezialität bieten: den beliebten, leicht moussierenden Tafelwein Ribeiro. Dieser wird in Porzellantassen serviert und schmeckt leicht säuerlich.

Naturschutzparks/-Gebiete Galiciens

Galicien ist reich an Natur. Es verfügt über einen Nationalpark, der Illas Atlanticas de Galicia, über sechs Naturparks, zwei Naturschutzgebiete, sieben Naturdenkmäler, einundsechzig besondere Naturschutzgebiete der natürlichen Werte (GGB) und über fünf Biosphärenreservate. Wir werden Ihnen nachfolgend einige dieser besonderen Orte näher bringen.

Nationalpark Illas Atlanticas de Galicia

Lage: In den Rias Baixas, der Nationalpark besteht aus den vier Inselgruppen Salvora und Cortegada in der Ria de Arousa, Ons gegenüber der Ria de Pontevedra und Cies in der Ria de Vigo.

Ausdehnung: 8332,80 Hektar (1194,80 Hektar Festland und 7138 Hektar Meer)

Info: Es gibt auf allen Inseln Reviere für die Zucht von Seevögeln, die der Besucher respektieren muss. Die repräsentativen Ökosysteme des Parks sind die Küstenzonen und der atlantische Kontinentalsockel.

Das Pflanzenleben hängt von den Winden ab, die voller Salpeter sind. Die charakteristische Pflanzenwelt befindet sich auf Klippen und Dünen. Hier ist viel Dickicht zu finden und die Eigenartigkeit des Parks ist die Camarina (Corema album), die xesta von Ons (Cytisus insularis) und die Blumen, die paxarinos da Linaria arenaria genannt werden (kleine jährliche Pflanze, die auf den stabilisierten Dünen zu sehen ist). Einen bedeutenden Anteil der ländlichen Tiere hängt auch vom Meer ab. Es gibt viele Vogelkolonien, vor allem Schwalben mit gelben Beinen und Krähenscharben. Im Meer kann man auch Meeressäugetiere sehen, wie zum Beispiel den Finnwal, der im Sommer diese Gewässer regelmäßig besucht. Außerdem sind Braunalgen in diesen Gewässern auch sehr wichtig und oft zu sehen.

Nationalpark Fragas do Eume

Lage: In den Gemeinden von A Coruna Cabanas, A Capela, As Pontes de Garcia Rodriguez, Monfero und Pontedeume.

Ausdehnung: 9125,65 Hektar

Info: Der Nationalpark Fragas do Eume wird auch als der Traumwald bezeichnet. Der ungefähr einhundert Kilometer lange Fluss Eume hat im größten Teil seines Verlaufs einen tiefen Kiel bewirkt. Die steilen Abhänge, die an einigen Punkten bis zu 300 Meter Höhenunterschied erreichen, bewahren die autochthone Pflanzendecke des Atlantischen Ozeans. Einen Wald von dem wir alle träumen: das Dickicht; die verschiedenen Töne der Jahreszeiten; ein Fluss, wo man abschnittsweise ausgezeichnete Gelegenheiten hat, um Lachs zu fischen und der die Nähe des Meers sucht, um in Ria zu werden ...

Mischwald aus Laubbäumen, der als einer der weitreichendsten Wälder der galicischen Küste gilt. Er ist auch einer der bedeutendsten Klimaxwälder in Europa. Die Eichen decken die Kielhänge ab und weisen eine vielfältige Vegetation und Uferwälder auf. Die Feuchtigkeit begünstigt die verschiedenen Farnarten, die von großer Bedeutung sind. Außerdem ist die Fauna auch bewundernswert: es gibt im Ganzen 103 Vogelarten, 41 Säugetierarten und 8 Fischarten, sowie endemische wirbellose Tierarten und Reptilien wie zum Beispiel der spanische Frosch.

Naturpark Serra da Encina da Lastra

Lage: In der Gemeinde Rubia, die zur Region von Valdeorras in Ourense gehört. Die Sierra befindet sich an der Grenze zu El Bierzo (Leon).

Ausdehnung: 3151,67 Hektar

Info: Im Naturpark Serra da Encina de Lastra kommen die Steineichenwälder, Kastanienbäume und das mediterrane Dickicht zum Ausdruck. Es gibt auch viele wilde Thymianfelder, Blumendime aus kalkhaltigen Böden und andere Seltenheiten, wie über 25 Orchideenarten. Die Flusskiele und Kliffe sind Lebensräume für Greifvögel und andere Vogelarten, die den Park in einen interessanten ornithologischen Schutzraum verwandeln. Er beherbergt die größte Ansammlung von Brutvögeln in Galicien und in den Höhlen gibt es große Fledermauskolonien.

Naturdenkmal und Naturschutzgebiet der natürlichen Werte - A Praia das Catedrais

Lage: In der Gemeinde Ribadeo, im östlichen Teil von A Marina (Lugo). Das Naturschutzgebiet der natürlichen Werte erstreckt sich zwischen den Gemeinden Barreiros und Ribadeo.

Ausdehnung: Naturdenkmal mit ca. 28,94 Hektar, von denen ca. 20 Hektar Meereswasser sind und Naturschutzgebiet mit ca. 304,36 Hektar

Info: Die Stufe, die das sogenannte „rasa cantabrica“ bildet, erreicht hier den Rang des geologischen Naturdenkmals. Das Meer hat die Steilküsten in wahre architektonische Elemente umgestaltet. Bögen, Säulen und Gewölbe, die sich zwischen den Sandflächen von Augasantas und Carricelas gebildet haben, wurden aus touristischen Gründen Praia das Catedrais getauft (Strand der Kathedralen). Der Zugang ist leicht und außerdem hat es eine gute Strandpromenade am oberen Rand und einige Informationstafeln. Trotzdem, wenn wir unsere Spuren auf dem Sand hinterlassen wollen, müssen wir auf Ebbe warten. Das Herumlaufen auf der wasserfreien Sandfläche und das Eindringen in die Seehöhlen, solange das Wasser es zulässt, verleiht dem Besucher ein aufregendes Abenteuergefühl. As Catedrais sammeln in den letzten Jahren tausende von emotionsgeladenen Fotos an, die unwiederholbare Momente aufnehmen. Jedes Foto ist einzigartig.

Naturschutzgebiet der natürlichen Werte O Courel

Lage: Am südlichsten Ende der Provinz Lugo. Gemeinden As Nogais, Pedrafita do Cebreiro, Folgoso do Courel, Samos, Triacastela, O Incio, A Pobr do Brollon, Quiroga und Ribas de Sil.

Ausdehnung: Ancares-Courel mit ca. 102 438,90 Hektar

Info: O Courel ist das größte, grüne Reservat in Galicien. Fast alle Arten, außer die der Küste, sind hier vertreten. Zu der geografischen und klimatischen Kreuzung zwischen Atlantik und Mittelmeer kommen die Berge dazu. Die Kastanienbäume, die fast immer um die Dörfer herum sind und die Olivenbäume in Quiroga haben Schönheit zur Landschaft hinzugefügt. Typische Waldlandschaften sind in O Courel die devesas (Weiden). Damit sind die Wälder aus vielen anderen Pflanzenarten, in der Regel am Kopf der Flüsse, gemeint.

Gipfel, die von Ginstern bewachsen sind und im Allgemeinen von Buschwäldern umgeben sind. Auf halber Höhe, Wälder aus Eichen, Birken und Buchen. Gut erhaltene und bemerkenswerte Laubwälder, wie die Devesa da Nogueira. Reichliche Fauna mit über 170 Wirbeltierarten: Wölfe, Füchse, Wildschweine, Dachse, Marder ...
Interessante Kolonien, die mit Gipfeln und Höhlen verbunden sind.

Biosphärenreservat Area de Allariz

Lage: In Ourense, in den Gemeinden Allariz, Vilar de Santos, A Bola und Rairiz de Veiga.

Ausdehnung: 21482 Hektar

Info: Den grünen und blauen Farben der Natur muss man die rote Farbe des mosaischartigen Emblems hinzufügen, dass das Gelände Area Allariz auf dem weltweiten Biosphärennetz darstellt. Im Ganzen sind es zwei Gemeinden und zehntausend Einwohner. Dem offiziellen Einwohnerverzeichnis nach wohnen davon über dreitausend in der Stadt und siebentausend in kleinen Siedlungen verteilt. Nur in der Gemeinde Allariz gibt es schon achtzig kleine Siedlungen. Es ist ein Mosaik aus Menschen und Natur, das aus Jahrhundertegeduld der Landbewohner entstanden ist. Die Arbeit der Menschen rund ums Wasser hat diese Landschaft gestaltet.

Dies ist ein Auszug aus all den Gebieten und Parks in Galicien. Tauchen Sie ein die wunderbaren Landschaften, Wälder und Flüsse und lassen sich verzaubern.

Der Jakobsweg

Der Jakobsweg in Galicien bildet den Abschluss der langen Strecke auf dem Weg nach Santiago de Compostela.

Der bergige Weg lohnt sich für den Pilger. In dem Örtchen O Cebreiro steht eine Gruppe von pallozas, strohbedeckte, archaische Steinhütten. Eine von diesen Hütten wurde umfunktioniert in ein Museum.

In O Cebreiro sollten Sie unbedingt die Kirche besichtigen, die einen heiligen Gral besitzt, in dem sich der Wein in das Blut Christi verwandelte und die Hostie in Brot.

Ihre Glocken läuten im Winter, um den Pilgern im Nebel Orientierung zu geben.

Außerdem sollten Sie die Herberge San Giraldo de Aurillac besuchen. Sie ist gewiss eine der meist besuchten Herbergen nach Roncesvalles und schon seit dem 11. Jahrhundert in Gebrauch, es gab eine Unterbrechung von ungefähr 100 Jahren.

Nach O Cebreiro geht es weiter in Richtung Linares und weiter hinauf zum Pass von San Roque. Hier gibt es einige Kirchen zu besichtigen und auch den Brunnen von Pinguela in Padornelo.

Erwähnenswert sind auf Ihrer Route noch das Kloster La Magdalena in Sarria, (In Sarria starb durch eine Ironie des Lebens der Monarch Alfons der IX., der auch Gründer dieser Stadt gewesen ist, auf einem Pilgerzug.) die Kirche Santiago in Barbadelo, welche eine wunderschöne romanische Fassade und einen ebenso schönen Turm hat, was Sie sich ansehen sollten.

Auf dem letzten Stück der Route, im Fluss von Lavacolla, wuschen sich die Pilger vor dem letzten Abstieg. Der Abstieg führt zum Monte do Gozo, von hier aus können Sie schon die Türme der Kathedrale von Compostela erkennen. In der Innenstadt angelangt, kommen Sie durch die Straße San Pedro zur Pforte Porta do Camino und die Straße Casas Reais hinauf bis zur Plaza de Cervantes. Sie befinden sich nun im historischen Stadtkern von Santiago, innerhalb der nicht mehr existierenden Stadtmauern und wenige Meter von der Fassade der Azabacheria entfernt, zu der Sie durch die Straße mit demselben Namen kommen. Wenn Sie in einem Jubeljahr ankommen, steht die „Heilige Pforte“ Puerta Santa in der Aspis offen. Im Inneren des beeindruckenden Gotteshauses, was zum Kulturerbe der Menschheit ernannt worden ist, wartet die silberne Truhe mit den Reliquien des Apostels Jakob.

Der Pilger darf den Ort nicht verlassen, ohne zuvor den Ritus zu erfüllen, der darin besteht, die Hand auf den Portico de la Gloria zu legen (dem Meisterwerk der europäischen Romanik), der Statue des Maestro Mateo (Baumeister der Vorkirche) einen kleinen Kopfstoß zu geben und die Büste des Santiago zu umarmen (über dem Hauptaltar). Erst dann war die Pilgerschaft die Mühe wert.

Es gibt viele wunderbar beschriebene Reiseführer für den Jakobsweg durch Galicien. Dort wird sehr detailliert erklärt, wie die Wege verlaufen, welche Unterkünfte zur Verfügung stehen und was Sie bei Ihrem Pilgerweg alles beachten sollten.


Die Route der Klöster

Neben den Klöstern der bereits erwähnten zehn Städte behandeln wir hier die herausragenden jeder Provinz. Alle befinden sich in landschaftlich besonders schöner Umgebung, in alten Wäldern und fruchtbaren Tälern, an Flussufern oder am Meer.

A CORUÑA
Sobrado dos Monxes im Landstrich Melide, eines der ”grossen Klöster” Galiciens, ist die älteste Zisterzienserabtei. Die Besichtigung ist wie eine Reise durch die Zeit: der Kapitelsaal und die Küche sind aus dem 12. Jhdt., die Sakristei aus der Renaissance und die monumentale Kirche mit ihrer reich verzierten Fassade aus dem Barock. Ausserdem hat es einen Gästeteil.

Caaveiro und Monfero. Sie sind von der üppigen Vegetation des Naturparks Fragas do Eume umgeben, was ihnen zusammen mit ihrem ruinenhaften Aussehen ein stark romantisches Gepräge gibt, betont noch durch das Alter von Caaveiro aus dem 10. Jhdt., und das grandiose Innere von Monfero, wobei die barocke Kirche am besten erhalten und der Renaissance-Kreuzgang restauriert worden ist.

LUGO
Samos ist ein weiteres der ”grossen Klöster”, eine obligate Haltestation auf dem Jakobsweg. Seit dem 12. Jhdt. ist es Benediktinerkloster und stellt ein Schaubild der verschiedenen Stile dar, indem es romanische und gotische Elemente sowie solche aus Renaissance und Barock harmonisch miteinander vereint.

Meira ist ein Juwel der Romanik und der Renaissance. Lourenzá ist barock. Meira liegt 35 km von Lugo entfernt, erreichbar über die N-640. Lourenzá liegt 12 km von Mondoñedo entfernt.

OURENSE
Oseira, 34 km von Ourense gelegen, erreichbar über den Abzweig von der N-525 bei Cea. Es wurde als Zisterzienserkloster gegründet, seine romanische Kirche mit drei Schiffen, Kreuzschiff und prächtigem Kopfteil mit fünf Kapellen hat mit der reich verzierten Barockfassade Kathedralencharakter. Die Anlage wird strukturiert von einem Kapitelsaal im Übergangsstil zwischen Gotik und Renaissance und drei Kreuzgängen. Es verfügt über einen Gästeteil.

Celanova, in 23 km von Ourense, erreichbar über die N-540, hat seinen Ursprung im 10. Jhdt, und bewahrt aus jener Zeit eine äusserst interessante mozarabische Kapelle, die in der Grandiosität des neuen Benediktinerklosters aus dem Jahr 1506 fast untergeht. Es weist eine Barockfassade auf, einen herrlichen Chor und üppig dekorierte Kreuzgänge. Ebenfalls verfügt es über einen Gästeteil.

Der Reisende, der Gefallen findet an dem Kontrast zwischen einem imposanten Kloster und einer kleinen, urtümlichen Kirche, an der Zeitreise zurück bis zur Westgotenzeit des 7. Jhdts., sollte nach Santa Comba de Bande fahren, um ein einmaliges Erlebnis zu geniessen.

Santo Estevo und Santa Cristina de Ribas de Sil, liegen an der Ribeira Sacra (Heiliges Ufer). In San Estevo verspürt man eine Ausstrahlung von Grossartigkeit und Macht. Die Kirche mit ihrem schlanken Zisterzienserbauplan besitzt ein Hauptretabel aus der Renaissance und ein romanisches aus Stein. Das Innere ist prächtig gestaltet mit drei herrlichen Kreuzgängen.

Die Ausmasse von Santa Cristina sind etwas bescheidener, seine schöne romanische Kirche und der Renaissance-Kreuzgang stehen an einem steilen Hang. Sein aussergewöhnlicher Glockenturm scheint über den Baumwipfeln der Kastanienwälder zu schweben, die das Kloster verbergen.

San Clodio (Leiro) und Melón sind Barockklöster mit interessanten Zisterzienserkirchen. Beide befinden sich in der Umgebung von Ribadavia, das man wegen seiner wunderschönen Kirchen und des ehemaligen Judenviertels aus dem 11. Jhdt. unbedingt besuchen sollte. San Clodio besitzt ein kürzlich renoviertes Hotel.

Xunqueira de Ambía, in 28 km von Ourense, erreichbar über die A-52, Abzweig in Allariz. Es erstaunt durch die originellen Merkmale seiner romanischen Kirche, mit herrlichem Chorgestühl und einem Kreuzgang mit Spitzbögen.

PONTEVEDRA
Poio. An dem 4 km von Pontevedra entfernten Kloster ist die Barockfassade seiner Kirche hervorzuheben, das Retabel im Churriguera-Stil, der Kreuzgang mit dem barocken Brunnen und die originelle Treppe. Im Gemüsegarten befindet sich ein grosser “hórreo” (Kornspeicher). Es verfügt über einen Gästeteil.

Armenteira, erreichbar auf der Strasse Vía Rápida über Sameira und Monte Castrove. Das in einem landschaftlichen Rahmen von grosser Schönheit gelegene Kloster geht auf das 12. Jhdt. zurück, seine Anlage entspricht der Strenge des Zisterzienserordens. Ab dem 13. Jhdt. werden Elemente der Architektur der restlichen iberischen Halbinsel eingeführt wie die achteckige Kuppel über dem Kreuzschiff, ein Anklang der Mudejar-Architektur. Die Fassade der Kirche hat drei Teile und eine herrliche Rosette. Es verfügt über einen Gästeteil.

Aciveiro (Forcarei). Die Kirche des in einer Berggegend gelegenen Klosters ist romanisch und die Fassade barock, es wird zur Zeit restauriert.

Oia. Auf der Küstenstrecke von Vigo aus in 35 km Entfernung, es ist eines der wenigen im Angesicht des Meeres liegenden Klöster. Seine Kirche mit ihrer Barockfassade ist ein perfektes Beispiel der Architektur des Zisterzienserordens. Hervorzuheben ist auch der Chor unter der schönen gerippten Kuppel.


Rías Baixas oder Untere Förden

Es sind die südlichsten der galicischen Förden, auch haben sie die grösste Ausdehnung und den Vorteil eines Mikroklimas von einer submediterranen Milde. Wir fahren sie ab auf der Küstenstrasse C-550 bis zur portugiesischen Grenze.

In nord-südlicher Richtung gesehen ist die erste die von Noia-Muros, der Name ihrer beiden wichtigsten Ortschaften, beides Seefahrerorte mittelalterlichen Ursprungs. Der Norden der Förde ist wesentlich zerklüfteter, mit Vorsprüngen und Einschnitten, und der Süden gradliniger und offener. Hier sind zwei archäologische Fundstätten der Megalithkultur zu nennen, das Castrum von Baroña und der Dolmen von Axeitos. Am offenen Meer liegt der Naturpark von Corrubedo, ein ausgedehntes Dünen- und Lagunengebiet.

Die Förde von Arosa, die breiteste von allen, hat ihren Haupthafen in Vilagarcía. Als Wiege grosser Schriftsteller hat Pobra do Caramiñal das Museums-Haus von Valle-Inclán, Padrón das der Rosalía de Castro und die Stiftung des Nobelpreisträgers Camilo José Cela. Am südlichen Ufer stehen die Türme del Oeste in Catoira, Verteidigungswerk gegen die Normannen und Araber, man hat vom Monte Lobeira in Vilagarcía einen Panoramablick, sehenswert auch die Pazos von Fefiñans in Cambados und die Insel A Toxa in O Grove, ein Kur- und Luxusferienort.

In der Förde von Pontevedra erscheint Sanxenxo, ein Ferienund Strandort ersten Ranges, im Landesinneren das Kloster Armenteira, in Combarro gibt es eine aussergewöhnliche Ansammlung von hórreos, in Poio ein Kloster mit Panorama.

Die Förde von Vigo, die am tiefsten ins Land eindringende, hat das besondere Merkmal, dass sie sich im Inneren zu der Bucht San Simón ausweitet. Sie wird überquert von der spektakulären Brücke von Rande. Nachdem wir Vigo hinter uns gelassen haben und an dem vorzüglichen Strand Playa América vorbeigekommen sind, wenden wir uns nach Baiona, einem Ensemble von kunsthistorischem Interesse, Urlaubsort, mit Jachthafen und Parador-Hotel. Weiter in Richtung Süden fahrend sehen wir das Kloster Oia am Meer und setzen die Reise nach A Guarda fort, an der Mündung des Miño, mit dem beeindruckenden Castrum Monte Santa Tegra.


Die Costa da Morte

Dies ist die Route des mythischen Weltendes, wo die Sonne untergeht und die Möwen sich hin zurückziehen. Diese Küste ist auch die der Schiffbrüche, Geissel der Seefahrer und Fischer. Voller steiler Klippen, auf denen sich Leuchttürme erheben (Vilán, Touriñan, Fisterra…), deren Silhouetten, die aus dem vom Meer aufsteigenden Nebel ragen, von einer gespenstischen Schönheit sind.

Dieser Küstenabschnitt umfasst drei Förden: Corcubión, Camariñas und Corme-Laxe. Alle sind von Felsvorsprüngen, hohen Bergen und Klippen geschützt. Das Kap Fisterra und der Berg do Pindo in Corcubión, die Punta da Barca und das Kap Vilán in Camariñas, und in Corme-Laxe das Kap Insua und Punta Roncudo, wo eine ungestüme See geben die Klippen mit ihren vorzüglichen Entenmuscheln anrennt. Entzückende Fischhäfen fordern diese wilde Küste heraus, mit Behausungen, die in denselben lebendigen Farben gestrichen sind wie die Boote. Die Förde von Camariñas wird mit dem Handwerk des Spitzenklöppelns assoziiert und den Legenden des Heiligtums der Virgen de la Barca in Muxía. Der Dolmen Dombate und das Castrum Barreiro sind obligate Halte in der Förde von Corme-Laxe.

Ausserhalb der Förden liegt Malpica de Bergantiños, ein bezaubernder Fischerort mit verstreut stehenden Häusern, die aus den Felsen zu spriessen scheinen. Gegenüber erheben sich die imposanten Umrisse der felsigen und unbewohnten Sisargas-Inseln, Zufluchtsstätte der Vogelwelt.


Die Rías Altas oder Obere Förden und die Mariña von Lugo

Eine erstaunliche Mischung von Reizen. Neben den schon erwähnten Städten A Coruña, Betanzos und Ferrol, gibt es noch drei weitere Städte mit einem reichen Erbe an Kunstdenkmälern: Pontedeume, Viveiro und Ribadeo. Weitere obligate Haltepunkte sind der Pazo und die Gärten von Mariñán (A Coruña) und die Kirche San Martiño in Mondoñedo (Lugo), der Ursprungssitz der Diözese, in der Nähe von Foz. Bezaubernde Fischerorte wie Cedeira wechseln sich ab mit unzähligen wunderschönen Stränden, einige davon sehr berühmt (Miño, Cabana, Foz, Castro, As Catedrais), und atemberaubenden Steilküsten wie der von Kap Ortegal, Estaca de Bares und Mirador da Herveira auf der Sierra de Capelada. A Capelada ist ein Stück wilder Natur, mit Herden von Wildpferden und dem magischen San Andrés de Teixido. Zum Schluss noch die Fabrik von Sargadelos (Cervo, Lugo) mit ihrem geschätzten Porzellan.

Von A Coruña aus gesehen sind die ersten Förden die des Artabrischen Golfes (A Coruña, Betanzos, Ares und Ferrol). Ihre Küste ist ausgezackt, niedrig und felsig, mit einer stetig wechselnden Landschaft, gut zu beobachten vom Schiff aus, dem Auto oder Zug. Es gibt kaum schönere Zugstrecken auf der Welt als die zwischen Betanzos und Ferrol. Die Zentren des Strandtourismus sind Sada, Miño, Oleiros, Pontedeume und Ares. Die Altstadt von Pontedeume mit der Brücke, der Kirche Santiago und dem gotischen Wehrturm der Andrade verdient einen Besuch.

Weiter im Norden liegen die Förden von Cedeira, Ortigueira, Barqueiro, Viveiro, Foz und Ribadeo. Mit Ausnahme der von Foz sind sie weiter und streckenweise mit Steilküste, obwohl sich im Inneren herrliche Sandstrände erstrecken. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte auf Felsvorsprüngen.

In der Mariña lucense genannten Landschaft liegen die Ortschaften Viveiro und Ribadeo, die mittelalterliche Ursprünge aufweisen, sichtbar in Viveiro an den drei Stadttoren, eines davon Nationaldenkmal. In Ribadeo hat das Bürgertum des 19. Jhdts. zahlreiche Gebäude hinterlassen, wie die Casa de los Moreno, den Palast des Markgrafen von Sargadelos, heute Rathaus des Ortes.


Die Ribera Sacra (Heiliges Ufer)

Diese seit dem Jahr 1127 wegen ihrer vielen Klöster, Einsiedlerhöhlen und Bethäuser so genannte Gegend erstreckt sich auf etwa 30 km längs des Cañons des Sil, flussaufwärts vom Zusammenfluss der Flüsse Sil und Miño gesehen, auf der Grenze zwischen den Provinzen Lugo und Ourense.

Der Geist jener Einsiedler, die die Einsamkeit und Abgeschiedenheit suchten, scheint sich auf wunderbare Weise bis in unsere Tage erhalten zu haben. Die romanische Kunst ihrer Kirchen und Klöster hält diesen Geist in ihren dunklen, an Tiefe und Mysterium gemahnenden Innenräumen lebendig. Einen Gegensatz dazu bildet die Natur, hohe Klippen fallen ab zu den grünen Wassern eines Flusses, der in unzähligen Mäandern dahinfliesst. Gleichzeitig ist sie eine herrliche Kulturlandschaft, vom Menschen mit Terrassen zum Weinbau an äusserst steilen Hängen versehen. Dieser abgelegene Landstrich liegt im Windschatten der Geschichte, da die unwegsame Natur ihn aus dem neuzeitlichen Rummel herausgehalten hat.

Auf der Seite von Ourense kann man die Besichtigung der Cañons des Sil von den Aussichtspunkten Vilouxe, “Balcóns de Madrid” und Cristosende mit dem Besuch der bereits genannten einmaligen Klöster Santo Estevo und Santa Cristina de Ribas de Sil verbinden. Das sich in der Provinz Lugo befindende Sober besitzt die romanischen Kirchen Lobios, Pinol und Canabal, mit reich verzierten trichterförmigen Fassaden und schlanken Glockenmauern sowie das Heiligtum von Cadeiras aus dem 18. Jhdt.. Am Sil befindet sich auch das Kloster San Vicente de Pombeiro von Pantón, dessen Kirche mit ihrer asymmetrischen Fassade erhalten ist wie auch die alte Priorei. Wir sind im Herzen der Ribera Sacra.

In einem weiteren, von der Strasse C-536 beschriebenen Kreis in der Provinz Ourense befindet sich das barocke Heiligtum der Einsiedeleien in einer tiefen Schlucht, von deren Grund aus sich die hohen Türme des Heiligtums im Wetteifer nach oben zu strecken scheinen. Die mit Wappen geschmückten Häuser und weissen Galerien von Castro Caldelas gruppieren sich um die Burg Lemos mit ihrem schönen Innenhof. Von ihren Türmen sieht man die Ländereien von Monforte, auf der anderen Seite des Sil. Danach kommt das Kloster von Montederramo, ein monumentaler Bau im Herrera-Stil, und das von Xunqueira de Espadanedo, mit einer romanischen Kirche und einem Kloster im Renaissance- und Barockstil. Und schliesslich eines der ältesten Klöster, das vorromanische San Pedro aus dem 6. Jhdt. mit seinen Kapellen und in den Felsen des Berges gehauenen Gräbern, inmitten einer atemberaubenden Landschaft bestimmt von Granit und Wald.

Auf der Seite der Provinz Lugo schliesst die Nationalstrasse N-120 mit Monforte de Lemos den Bogen. Es war Sitz der mächtigen Grafschaft Lemos, von deren Burg aus dem 13. Jhdt. der Hauptturm erhalten ist, neben dem Kloster San Vicente del Pino mit einem Kreuzgang aus dem 18. Jhdt.. Das interessanteste Baudenkmal ist das Stift “Colegio de la Compañía”, bekannt als das “galicische El Escorial” wegen seines nüchternen Herrera-Stils und der grossen Abmessungen. In seiner Kirche, gekrönt von einer majestätischen Kuppel, sollte man sich das Retabel aus Nussbaumholz von Francisco de Moure ansehen und im Museum die Werke von El Greco, Andrea del Sarto und Van der Goes. Pantón ist eine weitere Gemeinde mit einer grossen Dichte von Baudenkmälern: neben dem schon genannten Kloster San Vicente de Pombeiro besitzt es ausserdem das Zisterzienserkloster San Salvador de Ferreira mit einer ungewöhnlich dekorierten Kirche; die Kirche San Miguel de Eiré, originell wegen ihrer Verteidigungsfunktion; die Kirche San Fiz de Cangas, auf dem Übergang zur Gotik, und die Burg Maside aus dem 15. Jhdt..

Die Rundfahrt durch die Ribera Sacra wird abgeschlossen von den Stauseen Belesar und Peares am Flusslauf des Miño mit wunderschönen romanischen Baudenkmälern wie dem Kloster Santo Estevo de Ribas do Miño.

Die Ausgangspunkte für den Besuch des Landstrichs sind Ourense und Monforte. Der Autoreisende kann aber neben dem Besuch von Ortschaften, Baudenkmälern und Aussichtspunkten auch eine neue Erfahrung erproben und sich zu Wasser begeben auf den Katamaranen, die den Sil und den Miño entlang fahren. Das Gebiet ist auch ideal zum Wandern und Reiten, ausserdem verfügt es über ein dichtes Netz von Landhäusern für den Agrotourismus.

weiter zur Parador Rundreise "Route der Wege der Ribeira Sacra".


Kartenansicht Galiciens