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Kastilien Leon

Kastilien Leon - Zentralspanien

Kastilien-Leon ist mit 94.193 km² die flächenmäßig größte Region Spaniens und gleichzeitig die größte Region der Europäischen Union. Die Fläche von Kastilien – Leon beträgt somit etwa ein Fünftel der Fläche Spaniens.

Die Region liegt auf einem Hochplateau und grenzt an die Bergketten Sistema Iberico im Osten, Cordillera Central im Süden, Cordillera Cantabrica im Norden sowie an den Grenzfluß Duero, der Kastilien-Leon von Portugal trennt.

Es ist sehr schwer, die abwechslungsreiche, vielseitige und komplexe Region zu beschreiben. Wenn es jedoch eine Beschreibung gibt, dann währen die Begriffe monumental und gewaltig Bestandteil dieser Definition. Alles Geographische und Kulturelle erscheint übermäßig groß und gigantisch.

Die autonome Region umfasst folgende 9 Provinzen: Ávila, Burgos, León, Palencia, Salamanca, Segovia, Soria, Valladolid und Zamora. Der Verwaltungssitz der Region ist in Valladolid, der Hauptstadt von Kastilien-Leon. Valladolid ist zeitgleich die größte Stadt der Region mit über 300.000 Einwohnern.

Entstanden ist die Region im Jahr 1983 durch die Vereinigung der Regionen Castilla la Vieja und Leon, zwei der wichtigstens Regionen des mittelalterlichen Spanien und mit großer historische Bedeutung. Dies erkennen Sie heute noch wird an den unzähligen Kathedralen, Klöstern, Burgen und befestigten Städten. Die Region hat aber auch Naturparks und kilometerlange Abschnitte beinahe unberührter Natur zu bieten, mit beeindruckenden Eichen- und Korkeichenwäldern.

Typisch für diese Region Spaniens ist das kontinentale Klima mit dem starken Kontrast zwischen langen und strengen Wintern und gemäßigten Sommern.


Wissenswertes über Kastilien-Leon

Hauptstadt: Valladolid
Fläche: 94.225 km²
Einwohner: 2.530.000 ( Stand: 01.01.11)
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner/km²

Geschichte der Region Kastilien Leon


Nach einer Vielzahl von Volksstämmen, die diese Region besiedelten, waren es zuerst die Römer, die Fortschritt und Kultur hier her brachten. So entstanden die ersten Straßen und Brücken.

Auf die Römer folgten die Westgoten aus dem Norden, die das Landschaftsbild vom heutigen Kastilien-Leon mit den ersten Kirchen bereicherten. In den Jahren 711-719 unterlag das Westgotenreich den muslimischen Mauren. Die Rebellion der Christen gegen die muslimische Herrschaft war 718 der Ausgangspunkt der Reconquista, der Rückeroberung muslimischer Gebiete. Die Verbündung vieler Königreiche, unter anderem Kastilien und Leon, sorgte für die Rückeroberung des spanischen Festlandes. Ab 1230 schlossen sich Kastilien und Leon fest zusammen und die Region entwickelte von dort an eine eigene Kultur und Wesensart.

In der Folge wurde in Leon wurde das erste demokratische Volksparlament des Abendlandes einberufen. Die Katholischen Könige, Isabel und Fernando die als Urheber des spanischen Nationalstaates stehen, trauten sich in Valladolid. Es folgte eine Epoche unendlichen Reichtums.

Jedoch ging in der Folge der erreichte Fortschritt und Wohlstand verloren, und das Imperium wurde nach und nach bis in seine Grundmauern erschüttert. Durch die Suche nach neuen Existenzgrundlagen und Lebensmöglichkeiten entwickelte sich der praktisch bis heute anhaltende Trend der Emigration.

1983 wurde ein Autonomie-Statut verabschiedet, das die Doppelregion Kastilien und Leon zur territorialen Einheit erklärte.


Ferias in der Region Kastilien Leon


Es gibt einige touristische Feste in den verschiedenen Provinzen von Kastilien Leon. Für Sie haben wir hier einige Feste und Ferias rausgesucht. Es sind längst nicht alle für diese Region, doch so bekommen Sie einen Vorgeschmack auf das, was Sie in Kastilien – Leon an Feierlichkeiten erwartet.

  • 5. Febr.: Fiestas de Santa Agueda, Jamarramala mit Frauenherrschaft
  • Karwoche: Semana Santa, Umzüge in Zamora, Prozession in Valladolid & Umzug in León, die Procesión de los pasos
  • 24.-26. Juni: Fiestas de San Juan y San Pedro, in León (größtes Fest) und anderen Städten
  • 15.-25. Juli: Fiestas de Verano, in Ávila, Rock und Pop und Stierkampf
  • Juli / Aug.: Festival de Segovia, letzte Juli und erste Augustwoche
  • 15. Okt.: Fiestas de Santa Teresa, Straßenprozession in Ávila
  • 3. Sept.-Wo.: Fiesta Mayor, Valladolid
  • 8. Sept.: Ferias de Salamanca, Feuerwerk und Stierkampf

Gastronomie in der Region Kastilien Leon


Für Sie hier eine Auswahl an den nationalen Speisen.

Avila

Hier wird die älteste Rinderrasse Europas gezüchtet, die Avilena Negra Iberica. Diese Rasse besitzt ein vorzügliches Fleisch. Erwähnenswert sind die köstlichen Bohnen aus El Barco von Avila mit ihren sieben Sorten und das berühmte Gebäck Yemas de Santa Teresa (Süßspeise aus Eigelb). Aber als Nachtisch können Sie auch das Feigendessert dieser Gegend, Kirschen und tropische Früchte kosten. All das dank des Micro-Klimas des Tietra- Tales. Berühmt sind auch die Weine aus Cebreros, eine perfekte Begleitung von geschmackvollen und reichhaltigen Speisen.

Burgos

Die typische morcilla de arroz (Reisblutwurst) ist eine fast zweihundertjährige Tradition, die mit den international anerkannten Käsesorten wetteifert, die nur auf natürliche Gärungsweise hergestellt werden. Die Bohnen aus Ibeas sind die Grundlage für ein landeigenes Rezept, das unter dem Namen „olla podrida“ (Eintopfart) bekannt ist. Es ist auch ein Gebiet eines der besten Weine der iberischen Halbinsel, der Ribera del Duero Wein.

Leon

Das Dörrfleisch, botillo, der cocido maragato (Eintopfart), sopa de truchas (Forellensuppe), die mantecadas (Butterkuchen) aus Astorga oder die nicanores aus Bonar machen aus Leons Küche eine der auserlesensten der Region. Es sticht ihre Vielfältigkeit und Qualität hervor, mit Weinen aus der Bierzo-Gegend, mit Herkunftsbezeichnung.

Palencia

In Palencia sind die geschmackvollen Bohnen aus Saldana typisch, die Paprikaschoten aus Torquemada, die Amarguillos (Bittermandelplätzchen) aus Villodo, die bollos tontos y listos (Kuchen) aus Frechilla und vor allem die traditionellen Kekse aus Augilar de Campoo. Der Wein aus Duenas besitzt ebenso eine verdiente Anerkennung und gehört zur Herkunftsbezeichnung Cigales.

Salamanca

In Salamanca bilden das Morucha Fleisch mit seiner eigenen Sortenbezeichnung, der Schinken aus Guijuelo, von den auserlesensten iberischen Schweine, und die Linsen aus La Armuna, ebenso mit eigener Sortenbezeichnung, die Grundlage der besten salmantinischen Küche, deren beiden typischen Gerichte der Farinato und der Hornazo sind. Die köstlichen Nachtische sind die Chochos (Karamel) und der bollo maimon (Kuchenart). Auch Salamanca verfügt über gute Weine, wie der Los Arribes del Duero und der Sierra de Salamanca aus der Gegend.

Segovia

In Segovia ist der Ferkelbraten obligatorisch. Jedoch ebenso die Paprikawurst aus Cantimpalos und die aus Granja kommenden großen Bohnen. Weniger gefragt, obgleich ebenso grundlegend, ist der Anbau von Möhren, Endivien und Zichorien, Zutaten einer der besten Küchen. Zwei Weingebiete bereichern Segovias Gastronomie. Die Weine aus Rueda und der Gegend Ribera del Duero.

Sorias

Auch in Sorias sind die Weine aus Rueda und der Gegend Ribera del Duero sehr beliebt und reichern das gastronomische Repertoire an. Der köstliche Lammbraten wetteifert mit dem Fleisch einer landeigenen Rasse, der Serrana Negra Iberica, das die Grundlage der Gerichte in Sorias bildet. Die im Lehmtopf zubereiteten Edelreizkerpilze und Sorias Butter, mit ihrem kennzeichnenden süßlichen Geschmack, vervollständigen die kulinarische Kultur dieser Provinz.

Valladolid

Das gastronomische Repertoire Valladolids ist reichhaltig und vielfältig. So sehr, dass es praktisch unbeschreiblich ist. Bemerkenswert sind die Würstchen aus Zaratan, der Käse pata de mulo aus Villalon, das pan lechuguino (Brotart), der bizcocho de santa clara (Kuchenart) aus Iscar, die marina (Kuchenart) und frisias aus Medina de Rioseco und ein ellenlanges usw. Die Provinz verfügt außerdem über drei Weinherkunftsbezeichnungen: Ribera del Duero, Rueda und Cigales.

Zamora

Berühmt und geschätzt ist vor allem der Käse aus Zamora, mit eigener Herkunftsbezeichnung, (der mit Knoblauch angerichtete Stockfisch) bacalao al ajoarriero und die zwei Rindfleischrassen aus Aliste und aus Sayago. Das süße Backwerk verwandelt sich mit ihren rebojo, magdalenas (Butterkuchenart) und das für Ostern typische aceitadas (Ölgebäck) in Konditorkunsthandwerk. Weine, aus den zwei Weingebieten von Zamora: das Weingebiet um Fermoselle und das Weingebiet um Benavente.

Natur in der Region Kastilien Leon


Picos de Europa - Regionaler Naturpark ( ca. 64660 Hektar )
Das Naturreservat Picos de Europa ist einzigartig und unbeschreiblich. Die Berge erheben sich herausfordernd wie eine graue Riesenmauer, wie ein weißer Eisberg. Der Nationalpark „Picos de Europa“ ist der größte Nationalpark Spaniens und einer der meistbesuchten.

Canon del Rio Lobos Naturpark ( ca. 9580 Hektar )
Entlang des Flusslaufs des Lobo finden Sie ein beeindruckende Landschaft mit spektakulären Schluchten. Besonders beeindruckend sind die senkrechten Wände des mit Felsenpflanzen bewachsenen Kalkstein-Canyons. Außerdem bietet der Naturpark eine vielseitige Flora und Fauna. Hervorzuheben sind hier die Raubvögel. Charakteristisch sind auch die vielen Höhlen des Parks.

Hoces del Rio Duraton Naturpark ( ca. 5037 Hektar )
Der Naturpark Hoces del Rio Duraton bildet ein Naturparadies für Raubvögel. Hier nisten annähernd 250 gelbbraune Geierpaare. Die Schluchten entstanden durch die Kraft des Flusses Duratón. Der Park besticht durch seine Natur und seinen archäologischen und historischen Reichtum. Hinter Sepúlveda staut sich der Fluss in einem Canyon mit Höhenunterschieden von bis zu 100 Metern.

Las Medulas Naturlandschaft ( ca. 1115 Hektar )
Das UNESCO Weltkulturerbe Las Medunas war einst die wichtigste Goldmine des römischen Reiches. Die rötliche Landschaft ist überwältigend und zurecht seit 1997 Weltkulturerbe.


Sehenswertes in der Region Kastilien Leon


Leon - Las Medulas

Die ehemaligen Goldmienen des römischen Reiches wurden im Jahre 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die imposante Form der Felsen ist jedoch nicht durch natürliche Einflüsse entstanden, sondern durch eine genau durchdachte Abbauform des Goldes durch die Römer. Sie nannten diese Form Ruina Montium und ließen ihre Arbeiter viele Gänge in die Berge bauen. Später wurde hier Wasser rein geleitet, das dann durch seine Kraft die Berge auseinander sprengte und das Gold in den tieferen Gesteinsschichten zu Tage brachte. Diese Methode war nicht ungefährlich und es wurden hierbei einige der Bergarbeiter getötet. Aus dem Gold fertigten die Römer dann Münzen und Schmuckstücke an. Insgesamt brachten die Römer jedes Jahr 20000 römische Pfund Gold zu Tage, womit 60000 freie Arbeiter beschäftigt waren. Heute können Sie in den Las Medulas noch die Überreste der Berge besichtigen, die nicht komplett auseinander gesprengt worden sind und aus denen die Römer ca. 250 Jahre Gold abgebaut und es nach Rom gebracht haben.

Leon - Kathedrale

Die Kathedrale im Stil der französischen Gotik, wurde von 1255 – ungefähr 1303 gebaut und ist die Bistumskirche des Bistums Leon. Die Kirche wurde damals mit dem Aspekt der Leichtigkeit gebaut und daher wurde auf viele Säulen oder ähnliches verzichtet, dies hatte zur Folge, dass ein Anbau von schweren Teilen gar nicht machbar war. Zahlreiche Fenster sorgten ebenfalls dafür, dass das Gebäude bald instabil wurde und einige der Öffnungen zugemauert werden mussten. Die sehr farbenprächtigen Fenster, die nach dem Zumauern der Öffnungen noch übrig geblieben sind, sind ein Musterbeispiel der Glasverarbeitung im 13. Jahrhundert. Der Rest der Kathedrale ist sehr französisch geprägt, was sich bei der Betrachtung der Wände sehr bemerkbar macht, die bei jeder Gelegenheit von einem Fenster durchbrochen wurden.

Burgos - Kathedrale

Die Bistumskirche des Erzbistums Burgos ist im gotischen Stil erbaut worden und darf sich seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe nennen. Insgesamt erstreckte sich der Bau der Kathedrale bis zur vollständigen Vollendung von 1221 bis 1765 und damit war sie die erste große spanische Kathedrale. Sie enthält 15 Kapellen und wurde mit ihrem Bau der Jungfrau Maria geweiht. Die enthaltene Inschrift der Kathedrale : „ schön bist du und reichlich geschmückt“ (ins Deutsche übersetzt), wird somit auf die Kathedrale selbst und auch auf die Jungfrau bezogen. Im Innenraum haben viele bekannte Künstler aus unterschiedlichen Zeiten, ihre Kunstwerke mit eingebracht. Somit wirkt er etwas unübersichtlich, jedoch ist es ein Reichtum an Schätzen. Besonders hervorzuheben ist die goldene Treppe von Diego de Siloe, sowie die Kuppel des Hauptschiffes der Kathedrale oder die dreistöckige Doppelturmfassade, mit 88m hohen Türmen, die durch eine Galerie verbunden werden.


Der Jakobsweg in der Region Kastilien Leon


Der Jakobsweg ist einer der bekanntesten Wander- und Pilgerwege der Welt. Ein Großteil der Strecke legen die Pilger in der Region Kastilien-Leon zurück.

373,6 Kilometer erstreckt sich die Strecke des originalen Jakobsweges, der auf das Gebiet von Kastilien-Leon fällt. Der sogenannte „Camino Frances“ führt allgemein von den Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela. Der Teil, der auf die Region Kastilien-Leon fällt beginnt im kleinen Örtchen Redecilla del Camino in der Provinz Burgos. Auf dem Weg nach Burgos, passieren die Pilger den Ort Villafranca de Montes de Oca. Burgos wird von einer Burgruine überragt und bietet mit der Kathedrale eines der Highlights der gesamten Region. Über Castrojeriz geht es über Carrión de los Condes mit erhaltenen Teilen der mittelalterlichen Stadtmauer weiter nach Sahagún.

In Sahagún treffen der „Camino Frances“ und der „Camino de Madrid“ zusammen. Der Madrider Weg geht von Madrid über die Sierra de Guadarrama un betritt in Segovia die Region Kastlien-Leon. Über Coca und die Provinz Valladolid führt der Weg bis nach Sahagún, von wo der Camino de Madrid und der Camino Frances eine gemeinsame Strecke Richtung Santiago de Compostela bilden.

Das nächste Highlight der Route wartet in Leon mit der Kathedrale. Das Wahrzeichen der alten Königsstadt ist ein absolutes Meisterwerk. Die letzten Stationen auf dem Gebiet der Region Kastilien-Leon sind La Faba und La Laguna. Danach geht der Weg weiter auf dem Gebiet von Galicien bis nach Santiago.


Orte in Zentralspanien /
Kastilien Leon

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