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Zamora

In weiter Ferne liegt zwar die Blütezeit Zamoras (ca. 64.800 Einwohner), doch sind aus jener goldenen Epoche so zahlreiche Kirchen und sichtbare Beweise erhalten geblieben, dass die Provinzhauptstadt heute noch ein wahres “Museum der Romanik” darstellt. Aller Resignation zum Trotz hat sich dieses Landwirtschafts- und Handelszentrum, in gleicher Weise wie die übrige Region, in seiner Entwicklung dem Lauf der Zeit angepasst. Nicht umsonst prägte sein legendärer kämpferischer Widerstand, ungeachtet aller Widrigkeiten, den bekannten Leitspruch “Zamora wurde nicht in einer einzigen Stunde erkämpft”.

Um sogleich geschichtliche Vergangenheit aufleben zu lassen, beginnt diese Besuchsstrecke am Portillo de la Traición, einem kleinen Tor in der Stadtmauer (an der Sancho II verraten und ermordet wurde), die das Geschick dieser Grenzstadt entscheidend beeinflusst hat. Neben dem gewellten Steinwall betritt man den Burgpark. An einer seiner Fronten stehen noch einige Ruinen der Burg maurischen Ursprungs, von der noch der Bergfried, das Burgtor und der Graben erhalten sind.

Fast genau gegenüber erblickt man die romanische Kathedrale, byzantinisch beeinflusste Romanik, deren Ursprung auf das 13. Jh. verweist. Ihre schöpferische Besonderheit besteht in der wuchtigen Vierungskuppel, die ihr charakteristischstes Bauelement ist. Den Innenraum beherrscht die Romanik, obgleich ergänzt durch Elemente der Spätgotik. Im Altarraum überraschen wunderschöne Ziergitter und das auffällige Gestühl des Klerikerchors von Juan de Bruselas, in dessen Rücklehnen Episoden aus dem Alltagsleben der Renaissance-Zeit geschnitzt sind. Im Kreuzgang ist das Kathedralmuseum untergebracht mit einer beachtlichen Sammlung kostbarer flämischer Gobelins aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Auf seinem Weg zur Stadtmitte kommt der Besucher an vielen Kirchen vorbei. San Ildefonso datiert aus dem 12. Jh. und ist bekrönt mit gotischen Rippengewölben. Die Kirche La Magdalena aus dem 12. Jh. zeigt eine reich verzierte Fassade und ein schönes romanisches Grabmal. Der Palast Palacio del Cordón ist Sitz des Museo de Zamora mit einer umfangreichen archäologischen Sammlung; hervorzuheben ist der Schatz von Arrebalde.

Und über den Duero-Fluss, der seinem ewigen Lauf folgt, spannt sich, gekennzeichnet durch 16 eindrucksvolle Bogen, die Steinbrücke, sozusagen eine Ikone, ein Kultbild.

Von internationalem touristischem Interesse ist die Semana Santa oder Karwoche. Ihre Besonderheit liegt in der Inbrunst und Strenge der zahlreichen Prozessionen und der Qualität der pasos (Prozessionsstationen), die im Museum der Karwoche aufbewahrt werden. Ihm benachbart ist die Kirche Santa María la Nueva, die im Jahre 1158 Schauplatz des blutigen “Aufstandes der Forelle” war. Dieser Ort ist ein Szenarium, das perfekt das Zusammenleben von Tradition und Modernität zum gegenseitigen Nutzen widerspiegelt, wie es für das Zamora der unendlichen Horizonte so charakteristisch ist.